Fed konsultiert zu schärferen Geldwäsche-Regeln für Banken
Die Federal Reserve (Fed) hat einen Regelentwurf zur Stärkung der Anti-Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungs-Programme (AML/CFT) für von ihr beaufsichtigte Banken zur Kommentierung freigegeben. Die vorgeschlagenen Änderungen sollen die Bank Secrecy Act (BSA) besser umsetzen und mit den Anpassungen von FinCEN und anderen Aufsichtsbehörden vom 10. April 2026 harmonisieren.
Harmonisierung der AML/CFT-Standards
Die Federal Reserve schlägt neue Regeln vor, die von ihr beaufsichtigte Banken verpflichten, effektive Anti-Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungs-Programme (AML/CFT) zu etablieren.
Diese Programme sollen Risiken illegaler Finanzströme identifizieren, bewerten und mindern, um wertvolle Informationen für Strafverfolgungs- und nationale Sicherheitsbehörden zu liefern.
Der Vorschlag ist darauf ausgelegt, sich an die Änderungen der AML/CFT-Programmanforderungen anzupassen, die vom Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) und anderen Aufsichtsbehörden (OCC, FDIC, NCUA) am 10. April 2026 vorgeschlagen wurden.
Diese Änderungen setzen Bestimmungen des Anti-Money Laundering Act von 2020 (AML Act) um.
Ziel ist es, die Konsistenz der Regulierungsbehörden zu gewährleisten und die Belastung sowie Verwirrung für Banken durch unterschiedliche Standards zu reduzieren.
Die Fed besitzt eine unabhängige Befugnis zur Festlegung dieser Vorschriften gemäß 12 U.S.C. 1818(s), zusätzlich zur delegierten Autorität von FinCEN, um einen einheitlichen Ansatz zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sicherzustellen.
Von BSA 1970 bis AML Act 2020
Der Bank Secrecy Act (BSA) von 1970 bildet die Grundlage der US-Geldwäschebekämpfung.
Seitdem wurde er mehrfach erweitert.
Der Money Laundering Control Act von 1986 verpflichtete Banken zur Einführung von BSA-Compliance-Verfahren.
1992 definierte der Annunzio-Wylie Anti-Money Laundering Act die „vier Säulen“ der AML/CFT-Programme: interne Richtlinien, Compliance-Beauftragter, Mitarbeiterschulungen und unabhängige Prüffunktion.
Der USA PATRIOT Act von 2001 machte AML-Programme obligatorisch und führte Kundenidentifikationsprogramme (CIP) ein.
FinCEN, die Fed und andere Behörden integrierten diese Standards.
2016 ergänzte FinCEN die Customer Due Diligence (CDD) um Informationen zu wirtschaftlich Berechtigten.
Der AML Act von 2020 zielt nun auf eine weitere Modernisierung und Stärkung des Rahmens ab, insbesondere durch verbesserte Koordination.
Klarheit statt Flickenteppich
Dieser Regelentwurf ist ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung der AML/CFT-Anforderungen in den USA.
Er verspricht, die Compliance-Last für Banken zu reduzieren, indem er widersprüchliche Standards zwischen den Aufsichtsbehörden beseitigt.
Die Modernisierung des Rahmens ist überfällig und entscheidend, um den Kampf gegen illegale Finanzströme effektiver zu gestalten.