Stresstest: US-Großbanken halten schwerer Rezession stand
Der jährliche Stresstest der Federal Reserve bestätigt die Robustheit der US-Großbanken. Sie sind gut auf eine schwere Rezession vorbereitet und können weiterhin Kredite vergeben.
708 Milliarden Dollar Verluste, Kapital stabil
Der jährliche Stresstest der Federal Reserve bestätigt die Widerstandsfähigkeit der US-Großbanken.
Trotz der Absorption von über 708 Milliarden US-Dollar an Kreditverlusten im hypothetischen Szenario sank das aggregierte Kapital nur um 1,6 Prozentpunkte und blieb über den Mindestanforderungen.
Michelle W. Bowman, stellvertretende Vorsitzende für Bankenaufsicht, betonte: "Die heutigen Ergebnisse unterstreichen die Stärke des Bankensystems.
" Die Ergebnisse beeinflussen die aktuellen Kapitalanforderungen der Großbanken nicht, diese bleiben bis 2027 in Kraft.
Alle 32 getesteten Banken erfüllten die Mindestanforderungen an das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1) während des simulierten Abschwungs.
Szenario: Immobilienmarkt bricht ein
Das diesjährige Szenario umfasste eine schwere globale Rezession mit einem Rückgang der Gewerbeimmobilienpreise um 39 Prozent und der Häuserpreise um 30 Prozent.
Die Arbeitslosenquote stieg auf einen Höchststand von 10 Prozent.
Drei Hauptfaktoren beeinflussten die Ergebnisse: höhere Kreditverluste durch gestiegene Kreditvolumina und Szenario-Schwere, geringere unrealisierte Gewinne aus Wertpapieren durch kleinere hypothetische Zinssenkungen sowie höhere Zinserträge aufgrund der jüngsten Bankenperformance.
Die prognostizierten Gesamtverluste umfassen rund 200 Milliarden US-Dollar aus Kreditkarten, 160 Milliarden US-Dollar aus gewerblichen und industriellen Krediten und 75 Milliarden US-Dollar aus Gewerbeimmobilien.