Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent
FED Press

Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent

Das FOMC belässt den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Entscheidung fiel mit 9 zu 3 Stimmen, da drei Mitglieder eine Anhebung um 25 Basispunkte forderten. Das Wirtschaftswachstum bleibe trotz geopolitischer Risiken solide.

Drei Abweichler und hartnäckige Inflation

Das Entscheidungsgremium stimmte mit 9 zu 3 Stimmen für die Beibehaltung des Zielkorridors.

Beth M. Hammack, Neel Kashkari und Lorie K. Logan stimmten gegen die Maßnahme und präferierten eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte.

Laut Zinsbeschluss expandiert die Wirtschaftsaktivität weiterhin mit solidem Tempo, wenngleich der Nahostkonflikt für erhöhte Unsicherheit sorgt.

Produktivitätswachstum und Investitionen zeigen sich stark, während der Arbeitsmarkt im Gleichgewicht bleibt.

Die Inflation verharrt jedoch über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank, was teilweise auf angebotsseitige Schocks bei Energiepreisen zurückzuführen ist.

Operative Feinjustierung bei reichlichen Reserven

Zur Umsetzung des Zinsentscheids belässt die Federal Reserve den Zins auf Reserveguthaben unverändert bei 3,65 Prozent.

Der Satz für tägliche Repogeschäfte verbleibt bei 3,75 Prozent, während der Satz für umgekehrte Repogeschäfte 3,50 Prozent beträgt, gedeckelt auf 160 Milliarden US-Dollar pro Gegenpartei.

Der Diskontsatz liegt weiterhin bei 3,75 Prozent.

Die Notenbank hält damit an ihrer Strategie reichlicher Reserven fest und rollt fällige Staatsanleihen vollständig bei Auktionen ab.

Gefährliche Pause bei hoher Inflation

Drei Gegenstimmen offenbaren eine tiefere Kluft im Ausschuss als offiziell eingeräumt wird.

Die Zinsverschnaufpause ist angesichts anhaltender Energie-Preisschocks riskant und könnte die Glaubwürdigkeit der Notenbank schwächen.

Wer die Augen vor dem Inflationsdruck verschließt, riskiert spätere, umso schmerzhaftere Zinsschritte.

Quelle: Federal Reserve issues FOMC statement

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