Kreditkartendaten erfassen Konsum in über 3.000 US-Landkreisen
FED Studie

Kreditkartendaten erfassen Konsum in über 3.000 US-Landkreisen

Ausgaben von über 350 Millionen Kreditkarten bilden den US-Konsum eng ab: Eine Studie der Federal Reserve (Fed) erklärt damit 92 Prozent der Variation des bereinigten Konsumwachstums und untersucht regionale Unterschiede der Zinswirkung.

350 Millionen Karten als Messbasis

Aditya Aladangady, Ricardo Duque Gabriel und Carlo Wix konstruieren aus Y-14M-Aufsichtsdaten monatliche Konsumreihen für über 3.000 US-Landkreise seit 2014.

Die Basis umfasst 13 durchgehend vertretene Banken; die Meldedaten decken rund 66 Prozent der ausstehenden Kreditkartensalden ab.

Gemessen wird das Wachstum der durchschnittlichen Ausgaben aktiv genutzter Karten, zugeordnet zum Wohnort.

Es erklärt national 92 Prozent der Variation des bereinigten privaten Konsumwachstums und 71 Prozent der Einzelhandelsumsätze.

Ohne März 2020 bis März 2022 sinkt die Erklärungskraft auf 58 beziehungsweise 59 Prozent.

Der bereinigte Konsum schließt unter anderem Wohnen, Gesundheit, Finanzdienste, Fahrzeuge und gemeinnützige Einrichtungen aus.

Zinsschocks treffen ärmere Regionen stärker

Mit lokalen Projektionen schätzen die Autoren die Wirkung eines geldpolitischen Schocks von 25 Basispunkten.

National sinken reale Kartenausgaben nach acht Monaten um etwa 3 Prozent.

In einkommensschwachen Landkreisen beträgt der maximale Rückgang rund 4,5 Prozent, in einkommensstarken rund 3 Prozent.

Die Differenz erreicht nahe Monat vier etwa 1,5 Prozentpunkte und ist auf dem 90-Prozent-Niveau von null unterscheidbar.

Die Autoren werten dies als Hinweis, nicht als präzise Schätzung; regionale Einkommen bilden individuelle Liquiditätsengpässe nur grob ab.

Ergänzung statt vollständiges Konsumbild

Die Autoren sehen Kartendaten als Ergänzung amtlicher Konsumstatistiken, nicht als vollständiges Abbild.

Ausgabenkategorien fehlen, Kartenwechsel und Bankauswahl beeinflussen die Messung.

Bei Auskunfteidaten steigt die Erklärungskraft für Kaufvolumen durch Zahlungsinformationen von 35 auf 87 Prozent, bleibt bei schwacher Bonität aber geringer.

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