Diskontsatz bleibt bei 3,75 Prozent trotz regionaler Vorstöße
Die Federal Reserve belässt den Diskontsatz bei 3,75 Prozent und bestätigt die Leitzinsspanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Das Führungsgremium um Chef Warsh wies damit Erhöhungsanträge aus vier regionalen Distrikten einstimmig ab.
Einstimmiger Beschluss im Gouverneursrat
Das Federal Reserve Board hat den primären Kreditzins einstimmig bei 3,75 Prozent belassen und den Zins auf Reserveguthaben bei 3,65 Prozent bestätigt.
Damit stützt der Rat den FOMC-Beschluss, das Zielband für die Federal Funds Rate bei 3,50 bis 3,75 Prozent zu halten.
Für die Beibehaltung des Diskontsatzes stimmten Chairman Warsh, Vizechef Jefferson, die Aufsichtsvizechefin Bowman sowie die Gouverneure Powell, Waller, Cook und Barr.
Auch die Berechnungsformeln für sekundäre Kredite mit einem Aufschlag von 50 Basispunkten sowie saisonale Kredite wurden erneuert.
Die Entscheidung fiel trotz des Drängens mehrerer Regional-Feds, die im Vorfeld eine Straffung auf 4,00 Prozent gefordert hatten.
Wachsende Risse zwischen den Distrikten
Die Protokolle offenbaren wachsende Differenzen im Fed-System.
Hatten am 20. Juli lediglich Cleveland und Minneapolis eine Anhebung auf 4,00 Prozent beantragt, schlossen sich bis zum 29. Juli auch Kansas City und Dallas dieser Forderung an.
Als Begründung nannten die Direktoren die anhaltende Teuerung, steigende Treibstoffpreise und weltweite Frachtaufschläge.
Gleichzeitig registrierten die Notenbankbezirke eine stabile Beschäftigung sowie massive Investitionen in Künstliche Intelligenz zur Steigerung von Effizienz und Produktivität.
Der Druck auf Washington wächst
Das Protokoll entlarvt die Zinspause als brüchigen Kompromiss.
Wenn vier von zwölf Distrikten eine sofortige Straffung verlangen, steht dem Board ein ungemütlicher Herbst bevor.
Die Beharrlichkeit der Inflation erzwingt eine offene Richtungsdebatte in Washington.