Waller stellt FRED-Schnittstelle für KI-Modelle vor
FED Rede

Waller stellt FRED-Schnittstelle für KI-Modelle vor

Fed-Gouverneur Christopher J. Waller hat auf der FRED Con 2026 eine neue Schnittstelle für künstliche Intelligenz angekündigt. Die Wirtschaftsdatenbank verzeichnet ein jährliches Traffic-Wachstum von 150 Prozent, das maßgeblich von automatisierten KI-Abfragen getrieben wird.

Protokoll für maschinelle Leser

Rund die Hälfte aller Zugriffe auf die Datenbank FRED entfällt mittlerweile auf automatisierte KI-Agenten, betonte Fed-Gouverneur Christopher J. Waller in St. Louis.

Um diese Abfragen zu bewältigen, führt die Notenbank den „FRED MCP Connector“ ein.

Das Tool basiert auf dem Model Context Protocol und ermöglicht es externen KI-Modellen, Zeitreihen direkt und standardisiert abzugreifen.

Waller warnte vor den operationellen und analytischen Risiken generativer Systeme: „KI kann halluzinieren, Verzerrungen einbringen und zentrale Annahmen verschleiern.“

Zudem komme es bei Auswertungen durch Bots immer wieder zu Fehlschlüssen bei Kausalitäten sowie mangelhafter Quellenzuordnung.

Vom Pa­pi­er­rund­schrei­ben zur Da­tenin­fra­s­truk­tur

Die Plattform hat sich seit ihren Anfängen im Jahr 1961 von einem postalischen Datenblatt über eine Mailbox im Jahr 1991 zu einer globalen Infrastruktur entwickelt.

Gestartet 1995 als Website mit 865 Datenreihen, umfasst FRED heute mehr als 850.000 Zeitreihen und erreichte 2025 rund 18 Millionen Nutzer.

Das System wird künftig enger mit den historischen Archiven ALFRED und FRASER verknüpft, um Datenrevisionen transparent zu machen.

Zudem leitet das Federal Reserve Board künftige Datenanfragen direkt auf FRED um.

Pragmatismus im Bot-Zeitalter

Die Fed erkennt an, dass Notenbankdaten primär von Algorithmen statt von Menschen konsumiert werden.

Die MCP-Schnittstelle ist ein pragmatischer Schritt, um Scraping-Lasten zu bändigen und Halluzinationen zu minimieren.

Dennoch bleibt die Gefahr hoch, dass KI-Agenten statistische Zusammenhänge fehlerhaft interpretieren.

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