Bailey mahnt Wachsamkeit bei KI- und Stablecoin-Risiken an
Andrew Bailey, Vorsitzender des Finanzstabilitätsrats (FSB), legt am 12. Oktober 2026 Berichte auf Wunsch der US-G20-Präsidentschaft vor. Sein Brief an die G20-Finanzminister und Zentralbankgouverneure mahnt Wachsamkeit gegenüber Finanzstabilitätsrisiken an.
KI und Stablecoins im Fokus
Vor dem G20-Treffen am 15. Oktober nennt Bailey erhöhte Volatilität an Staatsanleihemärkten, Verwundbarkeiten bei privaten Kreditmärkten und Risiken künstlicher Intelligenz (KI).
Eine Begleitnotiz bündelt die FSB-Arbeit zu globalen Stablecoin-Systemen und Daten für deren Überwachung.
Weitere Arbeiten sollen grenzüberschreitende Verwundbarkeiten besser erfassen und die Umsetzung der Empfehlungen von 2023 unterstützen.
Dazu gehören Zusammenarbeit und Informationsaustausch zwischen Behörden.
Der FSB legt zudem endgültige bewährte Verfahren für verantwortlichen KI-Einsatz vor, die Rückmeldungen aus der öffentlichen Konsultation berücksichtigen.
Wegen der schnellen Entwicklung bleibt sichere KI-Nutzung im Finanzsystem auch 2027 auf seiner Agenda.
Umsetzung auf dem Prüfstand
Ein Peer-Review benennt Lücken bei staatlichen Finanzierungsmechanismen für vorübergehende Hilfen an Banken in Abwicklung.
Ein Konsultationsbericht formuliert Prinzipien für wirksamere, effizientere, risikoorientierte und vorausschauende Regulierung und Aufsicht.
Der G20-Umsetzungsbericht folgt dem Zwischenbericht vom Oktober 2025 und prüft, wie die FSB-Regelgestaltung die Umsetzung fördert.
Den Anstoß gab 2025 Südafrikas G20-Präsidentschaft.
Die Arbeitsgruppe leitet Randal K. Quarles, früherer FSB-Chef und stellvertretender Vorsitzender für Aufsicht im US-Zentralbankrat.
Koordination über Grenzen hinweg
Der FSB verbindet Behörden aus 24 Ländern und Rechtsräumen mit internationalen Institutionen und Fachgremien.
Über sechs regionale Konsultativgruppen erreicht er rund 70 weitere Rechtsräume.
Bailey ist Gouverneur der Bank von England; das Sekretariat sitzt bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.