Bailey fordert koordinierte Regeln für KI und globale Stablecoins
Andrew Bailey legt den G20-Finanzministern und Zentralbankchefs im Brief vom 8. Oktober 2026 fünf Arbeitsergebnisse des Finanzstabilitätsrats (FSB) vor. Der am 12. Oktober veröffentlichte Brief behandelt KI, Stablecoins, Aufsichtsmodernisierung und Reformumsetzung.
Neue Technik, grenzüberschreitende Risiken
Bailey verweist wie im August auf volatile Staatsanleihemärkte, veränderte Anlegerstrukturen und Risiken abrupter Anpassungen und ungeordneter Entschuldung.
Private Kreditmärkte belasten engere Finanzierung, Liquiditätsinkongruenzen, unsichere Bewertungen, Intransparenz und Komplexität.
KI birgt Risiken breiter Marktkorrekturen und Cyberangriffe.
Der FSB legt mit Branchenbeteiligung erarbeitete, anpassbare KI-Praktiken zu Governance, Lebenszyklus, Cyberrisiken und Drittanbietern vor.
Für 2027 bleiben makroprudenzielle Fragen offen.
Bei globalen Stablecoins fehlen Daten und klare Regeln für ausländische Emissionen, Aufsicht und Krisenkooperation; Betrug birgt Stabilitätsrisiken.
Der FSB will Überwachung, Informationsaustausch, Ausfallplanung und Umsetzung seiner Empfehlungen von 2023 stärken.
Regeln erneuern, Umsetzung prüfen
Ein Konsultationsbericht formuliert Prinzipien für wirksame, effiziente, risikoorientierte und vorausschauende Regulierung und Aufsicht; der Abschluss folgt 2027.
Wachstum und Widerstandsfähigkeit sollen dabei zusammengehen.
Der Umsetzungsbericht 2026 unter Leitung von Randal K. Quarles, früherer Aufsichtsvize der Federal Reserve und FSB-Vorsitzender, prüft die Politikentwicklung.
Er nennt konsistentere Ergebnisse, stärkere Konsultation von Branche, Öffentlichkeit und Nichtmitgliedern sowie bessere Priorisierung.
2027 folgt die Prüfung der Förderung und Überwachung der Umsetzung.
Abwicklung braucht letzte Liquidität
Der FSB-Bericht zu staatlichen Liquiditätsstützen zeigt Lücken bei temporärer Finanzierung als letztem Mittel für Banken in Abwicklung.
Diese schwächen laut Bailey die geordnete Abwicklung systemischer Banken, wie schon der Umsetzungsbericht 2025 und Lehren aus den Bankausfällen im März 2023 zeigen.
Er fordert die G20 zur Mitarbeit auf.