Konsultation zu Phase 2B der grünen Taxonomie gestartet
HKMA Speech

Konsultation zu Phase 2B der grünen Taxonomie gestartet

Zehn neue Sektoren und ein fünfstufiger Anpassungsansatz: Die HKMA hat den Prototyp der Phase 2B ihrer Taxonomie für nachhaltige Finanzen zur Konsultation gestellt. Das Rahmenwerk definiert Kriterien für Minderung und Klimaresilienz.

Zehn neue Sektoren und zwei Pfade für Stahl

Mit Phase 2B ergänzt die HKMA zehn neue Wirtschaftsaktivitäten zur Minderung des Klimawandels in den Sektoren Verkehr, verarbeitendes Gewerbe und Abfallwirtschaft.

Der Schwerpunkt liegt auf Schlüsseltechnologien wie der Batterieherstellung, dem Batterierecycling sowie der Produktion von Halbleitern und Transformatoren.

Für schwer dekarbonisierbare Sektoren wie die Stahlherstellung führt das Rahmenwerk zwei Bewertungsansätze ein: über die Emissionsintensität und über technologische Modernisierungen.

Im Verkehrssektor werden die Elektrifizierung von Taxis und Bussen sowie nachhaltige Flug- und Schiffstreibstoffe wie Methanol und Ammoniak abgedeckt.

Fünf Schritte gegen Fehlanpassung

Zur Stärkung der Klimaresilienz etabliert die HKMA einen fünfstufigen, prozessbasierten Bewertungsansatz (PBA), um Fehlanpassungen wie verlagertes Überflutungsrisiko zu vermeiden.

Anpassungsmaßnahmen werden in zwei Kategorien unterteilt: Eine Positivliste umfasst elf geprüfte Maßnahmen, darunter Frühwarnsysteme für Überschwemmungen.

Für 13 weitere Maßnahmen, etwa Küstenschutz und Entwässerung, gelten standortspezifische Prüfkriterien.

Die Behörde prüft zudem anhand von Branchenumfragen, die Taxonomie künftig in die bankenaufsichtliche Praxis zu integrieren.

Pragmatisch, aber noch ohne Zähne

Mit flexiblen Übergangspfaden und standortspezifischer Anpassung beweist Hongkong hohen ökonomischen Realitätssinn.

Relevanz gewinnt der Vorstoß jedoch erst, wenn die Kriterien verbindlich in die Bankenaufsicht einfließen.

Bis dahin bleibt die Taxonomie ein praxistauglicher, aber zahnloser Orientierungsrahmen.

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