Taxonomie für grüne Finanzen auf 39 Aktivitäten erweitert
Die Währungsbehörde von Hongkong (HKMA) hat eine Konsultation zum Prototyp der Phase 2B ihrer Taxonomie für nachhaltige Finanzen gestartet. Der Entwurf erweitert den Katalog auf 39 wirtschaftliche Aktivitäten und läuft bis zum 7. Oktober 2026.
Batterien, Stahl und Küstenschutz im Fokus
Der Prototyp für die Phase 2B erweitert den Anwendungsbereich der Hongkong-Taxonomie von bisher 25 auf insgesamt 39 Wirtschaftsaktivitäten.
Neben zehn neu aufgenommenen Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels umfasst das Regelwerk erstmals konkrete Transformationspfade für emissionsintensive Branchen wie den Luftverkehr sowie die Eisen- und Stahlindustrie.
Zudem werden Schlüsseltechnologien wie die Herstellung und das Recycling von Batterien sowie die Produktion emissionsarmer Technologien integriert.
Für die Klimaanpassung führt das Rahmenwerk 24 spezifische Maßnahmen ein, darunter elf direkt anwendbare Positivlisten-Kriterien und 13 prozessbasiert zu prüfende Ansätze.
Der Schwerpunkt liegt dabei zunächst auf dem Schutz von Küstenlinien und dem Hochwassermanagement.
Klare Kriterien gegen Greenwashing
Die Überarbeitung folgt auf die Veröffentlichung der Phase 2A zu Beginn des Jahres 2026.
Mit dem Ausbau des Klassifizierungssystems will die HKMA transparente Standards für nachhaltige Investitionen etablieren und Greenwashing-Risiken verringern.
Die Methodik zur Klimaanpassung orientiert sich an technischen Richtlinien der Regierung von Hongkong, darunter Vorgaben des Amts für zivile Entwicklung und der Entwässerungsbehörde.
Marktteilnehmer können bis zum 7. Oktober 2026 Stellungnahmen zum Entwurf einreichen.
Pragmatismus statt Dogmatik
Die Einbindung harter Industriezweige wie Stahl und Luftfahrt bricht mit bisherigen Dogmen.
Asiens Transformation gelingt nur, wenn auch emissionsintensive Branchen Übergangskapital erhalten.
Entscheidend bleibt, ob die technischen Kriterien streng genug sind, um reines Greenwashing zu stoppen.
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