Betrugsmasche zielt auf Bindung von Karten an Bezahl-Apps
Die Hongkonger Währungsbehörde HKMA warnt vor Phishing-Angriffen, bei denen Kriminelle Zahlungskarten unbefugt mit mobilen Bezahldiensten verknüpfen. Banken meldeten entsprechende Vorfälle, bei denen PINs und Bestätigungscodes abgegriffen wurden.
Kompensationsversprechen als Köder
Kriminelle geben sich über gefälschte Nachrichten, manipulierte Webseiten oder Telefonanrufe als Händler und Organisationen aus.
Unter Vorwänden wie angeblichen Warenrückvergütungen verleiten sie Opfer dazu, vertrauliche Kartendaten sowie persönliche ATM-Geheimnummern preiszugeben.
Um die Karten auf eigenen Endgeräten für kontaktlose Bezahlungen zu registrieren, erschleichen die Täter Freigaben über Mobile-Banking-Apps oder Zwei-Wege-SMS.
Nach erfolgter Verknüpfung können unautorisierte Transaktionen direkt ausgeführt werden.
Die Behörde teilte die Vorgehensweisen mit dem Bankensektor und forderte die Institute auf, wachsam zu bleiben und Kunden aufzuklären.
Verhaltensregeln gegen Kartendiebstahl
Das Hinzufügen von Karten zu mobilen Geldbörsen birgt nach Angaben der Aufsicht erhebliche Risiken.
Verbraucher sollen keine Hyperlinks aus unbekannten Quellen öffnen und niemals Kartendaten, PINs, Passwörter oder Einmal-Passwörter weitergeben.
Aufforderungen unbekannter Dritter zur Autorisierung von Vorgängen in Banking-Apps oder per SMS dürfen keinesfalls befolgt werden.
Betroffene sollen unautorisierte Anfragen ablehnen, Banken kontaktieren und Vorfälle über die Helpline 18222 melden.
Warnungen allein genügen nicht
Die Warnung der HKMA offenbart eine akute Schwachstelle an der Schnittstelle von Zahlungskarten und digitalen Wallets.
Bloße Appelle an die Wachsamkeit der Verbraucher greifen gegen professionelles Social Engineering jedoch zu kurz.
Die Banken stehen in der Pflicht, ihre Freigabemechanismen technisch noch strikter abzusichern.