Hongkong und Malaysia vernetzen Finanz- und Zahlungssysteme
Engere Verzahnung in Asien: Die Hong Kong Monetary Authority und die Bank Negara Malaysia vertiefen ihre Zusammenarbeit. Bei einem Treffen am 2. Oktober in Hongkong vereinbarten beide Notenbanken konkrete Projekte für Stablecoins, lokalen Währungsverkehr und islamische Finanzen.
Brückenschlag für Stablecoins und Handelsdaten
Die Chefs beider Währungsbehörden, Eddie Yue (HKMA) und Datuk Abdul Rasheed Ghaffour (BNM), vereinbarten konkrete Arbeitsstränge für digitale Vermögenswerte und Marktinfrastruktur.
Im Zentrum steht eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur grenzüberschreitenden Nutzung regulierungskonformer Stablecoins zwischen Hongkong und Malaysia.
Zudem vertiefen beide Seiten den Austausch über Tokenisierung und digitales Zentralbankgeld.
Für die Handelsfinanzierung von KMU sollen datengestützte Anwendungen über die Systeme Commercial Data Interchange (CDI) und CargoX vernetzt werden.
Flankierend richten die Institutionen Mechanismen zur Stärkung der Cyber-Resilienz und zur Bekämpfung von Finanzbetrug ein.
Verbindung von Zahlungs- und Wertpapiersystemen
Neben digitalen Projekten forcieren die Behörden die direkte Abrechnung in lokalen Währungen bei bilateralem Handel und Investitionen.
Geplant ist die Kopplung der jeweiligen Real-Time Gross Settlement Systeme (RTGS).
Bei den Kapitalmärkten prüfen beide Zentralbanken eine Verknüpfung des Central Moneymarkets Unit (CMU) aus Hongkong mit Malaysias RENTAS-System.
Yue bezeichnete das Treffen als „wichtigen Meilenstein zur Vertiefung der Zusammenarbeit“, auch um das Marktwachstum im Bereich Islamic Finance voranzutreiben.
Pragmatismus statt Dollar-Abhängigkeit
Der Vorstoß forciert den Abbau von Reibungsverlusten im regionalen Zahlungsverkehr und stärkt lokale Währungen.
Die geplante Kopplung von Stablecoins und Wertpapiersystemen geht deutlich über bloße Symbolik hinaus.
Für Marktteilnehmer verspricht das spürbare Effizienzgewinne bei grenzüberschreitenden Transaktionen.