Vierte Zinszahlung für Silver Bonds auf 4,00 Prozent fixiert
4,00 Prozent pro Jahr erhalten Anleger bei der vierten Zinszahlung der Silver-Bond-Serie mit Fälligkeit 2027. Die Währungsbehörde HKMA setzte den Satz auf Basis des garantierten Zinsbodens fest, die Gutschrift folgt am 23. Oktober 2026.
Garantierter Mindestsatz sticht Inflation
Die Festlegung des Kupons für die Tranche mit der Emissionsnummer 03GB2710R folgt den Bestimmungen des Emissionsrundschreibens vom 30. September 2024.
Maßgeblich für die halbjährliche Zinsfestsetzung ist der jeweils höhere Wert aus einem variablen und einem festen Zinssatz.
Die variable Komponente errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der jährlichen Veränderungsraten des Verbraucherpreisindex der vorangegangenen sechs Monate von März bis August 2026.
Diese Teuerungsraten lagen im März, April, Juli und August bei 1,70 Prozent sowie im Mai und Juni bei 2,00 Prozent.
Daraus ergab sich eine variable Rate von 1,80 Prozent.
Weil der garantierte Mindestsatz bei 4,00 Prozent liegt, greift für die vierte Zinszahlung der feste Satz.
Infrastrukturprogramm sichert Rendite
Die begebenen Papiere sind Teil des staatlichen Infrastrukturanleiheprogramms der Sonderverwaltungszone Hongkong, für das die Währungsbehörde HKMA als Vertreterin der Regierung fungiert.
Das Instrument richtet sich an ältere Bürger und soll diesen auch in Phasen moderater Teuerung verlässliche Erträge garantieren.
Mit der Festlegung auf 4,00 Prozent erhalten Anleger eine Verzinsung, die 2,20 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Inflationsrate liegt.
Die Zinsgutschrift für die laufende Periode erfolgt planmäßig am 23. Oktober 2026.
Kostspielige Zinsgarantie
Für Senioren ist die Anleihe dank üppiger Realrendite ein klares Gewinngeschäft.
Der fiskalische Haushalt zahlt bei 1,80 Prozent Inflation jedoch einen spürbaren Aufpreis für die Zinsuntergrenze.
Finanzpolitisch ist dieser staatlich subventionierte Inflationsschutz ein kostspieliges Unterfangen.