Außerbörslicher Produktabsatz steigt auf 9,9 Billionen Dollar
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Außerbörslicher Produktabsatz steigt auf 9,9 Billionen Dollar

Der Absatz außerbörslicher Anlageprodukte in Hongkong ist 2025 um 63 Prozent auf den Rekordwert von 9,9 Billionen Dollar gestiegen. Das geht aus der gemeinsamen Jahreserhebung der Aufsichtsbehörden SFC und HKMA hervor.

Fonds verdrängen strukturierte Produkte

Treiber des Wachstums waren Kollektivanlagen (CIS) mit einem Plus von 85 Prozent auf 4,1 Billionen Dollar sowie strukturierte Produkte mit einem Zuwachs von 53 Prozent auf 3,9 Billionen Dollar.

Damit überholten Fondsprodukte erstmals seit 2020 wieder strukturierte Papiere als volumenstärkste Kategorie und machten 42 Prozent des Gesamtmarktes aus.

Vor allem festverzinsliche Anlagen, Währungs- und Rohstoffprodukte (FICC) verzeichneten eine hohe Nachfrage: Geldmarktfonds machten 88 Prozent der fünf meistverkauften Fondsprodukte großer Institute aus.

Die Zahl der aktiven Kunden stieg um 33 Prozent auf über 1,6 Millionen Anleger.

Schuldtitel und digitaler Vertrieb legen zu

Der Verkauf von Schuldtiteln legte gegenüber 2022 um 43 Prozent auf 929 Milliarden Dollar zu, angetrieben von Staatsanleihen (plus 138 Prozent) und Unternehmensanleihen guter Bonität (plus 43 Prozent).

Emittenten aus Festlandchina dominierten die Firmenanleihen.

Zugleich schreitet die Digitalisierung voran: Der Online-Vertrieb erreichte einen Anteil von 21 Prozent am Gesamtvolumen nach 17 Prozent im Vorjahr, wobei 84 Prozent der Online-Umsätze auf Fonds entfielen.

Liquiditätshunger statt Risikofreude

Der Rekordwert untermauert Hongkongs Rolle als Drehscheibe für Festlandemittenten.

Der Boom bei Geldmarktfonds offenbart jedoch primär das Sicherheitsbedürfnis der Anleger in einem volatilen Marktumfeld.

Für die Aufsichtsbehörden wird der rasch wachsende Online-Vertrieb zum neuen Fokus bei der Risikokontrolle.

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