Negatives Eigenkapital bei Hypotheken fällt um 62 Prozent
Die Zahl der Wohnbaukredite mit negativem Eigenkapital in Hongkong ist Ende Juni 2026 auf 4.356 Fälle gefallen. Das entspricht einem Rückgang um 61,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Gesamtwert dieser Kredite sank von 55,0 auf 19,6 Milliarden Hongkong-Dollar.
LTV-Quoten bestimmen den Rückgang
Der deutliche Rückgang der Unterdeckungen betrifft vor allem Wohnbaudarlehen mit hoher Beleihungsgrenze.
Dazu zählen insbesondere Vergünstigungen für Bankpersonal sowie Kredite im Rahmen des staatlichen Hypothekenversicherungsprogramms.
Der Gesamtwert der betroffenen Kredite verringerte sich im zweiten Quartal 2026 von 55,0 Milliarden auf 19,6 Milliarden Hongkong-Dollar.
Parallel dazu schrumpfte der unbesicherte Teil dieser Verbindlichkeiten drastisch von 2,8 Milliarden auf 0,9 Milliarden Hongkong-Dollar.
Diese Entwicklung bringt eine deutliche Entlastung für das Bankensystem.
Die Daten basieren auf Erhebungen autorisierter Institute, die rund 99 Prozent des gesamten Marktes für Wohnbaukredite repräsentieren.
Statistischer Effekt treibt Ausfallquote
Trotz des Einbruchs bei den Gesamtzahlen stieg die Ausfallquote für Kredite mit mehr als drei Monaten Verzug von 0,5 Prozent Ende März auf 1,25 Prozent Ende Juni an.
Ursache ist ein rechnerischer Effekt: Die Gesamtsumme der unterdeckten Kredite schrumpfte schneller als das Volumen der tatsächlich säumigen Kredite in diesem Segment.
Nicht in den Zahlen enthalten sind Kredite aus Ko-Finanzierungsmodellen mit Zweithypotheken, da die Institute deren Ausstände nicht detailliert erfassen.
Entspannung mit Vorbehalt
Der steile Rückgang unterdeckter Hypotheken bringt spürbare Erleichterung für Hongkongs Immobilienmarkt.
Dennoch bleibt Vorsicht geboten, da nicht erfasste Zweithypotheken das tatsächliche Risiko verschleiern.
Der vermeintliche Befreiungsschlag ist somit eher eine statistische Beruhigung als eine echte Entwarnung.