Leitzins zur Inflationsdämpfung auf 4,5 Prozent angehoben
Leitzins auf 4,5 Prozent erhöht: Die Norges Bank reagiert mit einer weiteren Straffung auf den hartnäckigen Preisdruck. Gouverneurin Ida Wolden Bache stellte bei der Zinssitzung klar, dass die Sätze zur Dämpfung der Inflation für längere Zeit auf hohem Niveau verharren müssen.
Anhaltender Preisdruck und globale Straffung
Norges-Bank-Gouverneurin Ida Wolden Bache hat den Leitzins auf 4,5 Prozent angehoben, um den anhaltenden Preisdruck in Norwegen einzudämmen.
Sowohl die Gesamtinflation als auch die um Steueränderungen und Energie bereinigte Kernrate (CPI-ATE) liegen seit mehreren Jahren über dem offiziellen Zielwert.
Neben der heimischen Teuerung treiben zuletzt wieder anziehende Notierungen für Rohöl und europäisches Erdgas die Risiken.
Bache verwies zudem auf das internationale Umfeld, in dem Zentralbanken in den USA, Großbritannien, dem Euroraum und Schweden ihre Geldpolitik straffen oder restriktiv halten.
Die Notenbank signalisiert, dass das erhöhte Zinsniveau für längere Zeit beibehalten werden muss, um die Teuerung nachhaltig zu senken.
Leichte Abkühlung am Arbeitsmarkt
Gleichzeitig zeichnet sich auf dem norwegischen Arbeitsmarkt eine graduelle Entspannung ab: Immer weniger Unternehmen berichten von Arbeitskräftemangel, die Kennzahl nähert sich dem historischen Durchschnitt an.
Der geldpolitische Bericht prognostiziert, dass die Inflation zum Ziel zurückgeführt werden kann, ohne dass die registrierte Arbeitslosigkeit deutlich ansteigt.
Der neue Zinspfad liegt dennoch über den Juni-Projektionen und sieht eine längere Phase hoher Sätze vor.
Keine schnelle Wende in Sicht
Die Norges Bank wählt einen harten Kurs, um eine Verfestigung der Teuerung abzuwenden.
Trotz erster Entlastungssignale am Arbeitsmarkt setzt Bache den Vorrang klar auf Preisstabilität.
Für Norwegens Wirtschaft bedeutet dies eine längere Durststrecke ohne baldige Zinswende.