Zhu Hexin kündigt weitere Öffnung des Devisenmarkts an
Zhu Hexin, Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank und Leiter der Devisenbehörde, kündigt beim Finanzstraßenforum am 19. Oktober 2026 weitere Öffnungsschritte an. Bisherige Maßnahmen erreichten bis Ende September über 150.000 Unternehmen mit mehr als 3 Billionen US-Dollar Geschäftsvolumen.
Drei Pakete für grenzüberschreitende Geschäfte
Zhu Hexin kündigt Erleichterungen für Leistungsbilanztransaktionen, neue Regeln für den Kapitalverkehr und eine weitere Öffnung des Devisenmarkts an.
Die Maßnahmen sollen vielfältigere Abrechnungen und neue Handelsformen unterstützen sowie grenzüberschreitende Investitionen, Finanzierung und Mittelverteilung erleichtern.
Mehr Wertpapierhäuser sollen versuchsweise Devisenankäufe und -verkäufe anbieten dürfen.
Finanzinstitute sollen besonders kleinen und mittleren Unternehmen Wechselkursabsicherung ermöglichen.
Hinzu kommen bessere Verbindungen zwischen inländischen und ausländischen Finanzmärkten und Unterstützung für die Renminbi-Internationalisierung.
Parallel will die Devisenbehörde Kapitalströme überwachen, Frühwarnsysteme stärken und illegale Finanzaktivitäten bekämpfen.
Mehr Kapital in Unternehmenshand
Seit 1996 gilt die Leistungsbilanzkonvertibilität nach Artikel VIII des IWF-Abkommens.
Das Transaktionsvolumen stieg von gut 300 Milliarden US-Dollar auf über 8 Billionen 2025; China ist Handelspartner von über 160 Ländern und Regionen.
Unternehmen und Banken hielten Ende 2025 fast 70 Prozent der Auslandsfinanzaktiva, nach rund 30 Prozent Ende 2010.
Ende Juni 2026 waren über 50.000 kreditwürdige Firmen von Prüfungen befreit: rund 30 Prozent mehr als Ende 2025.
Ihr Halbjahresvolumen überstieg 580 Milliarden US-Dollar und verdoppelte sich; die Abwicklungszeit sank auf weniger als die Hälfte.
Pilotprojekte tragen die Öffnung
Pekings zwei Pilotprogramme erreichten bis Ende September 2026 über 600 Milliarden US-Dollar grenzüberschreitendes Geschäft.
Sie erfassten knapp 100 Technologieunternehmen sowie über 100 multinationale Konzerne mit mehr als 5.000 Mitgliedsfirmen.
Die angekündigten Pakete sollen den Zugang über bestehende Erleichterungen hinaus erweitern.