Pan plant Liquiditätsschutz und Reform des Leitzinsrahmens
PBOC Rede

Pan plant Liquiditätsschutz und Reform des Leitzinsrahmens

Pan Gongsheng kündigt am 19. Oktober 2026 beim Finanzstraßenforum neue Liquiditätshilfen und einen breiteren Marktzugang an. Der Gouverneur der Chinesischen Volksbank (PBOC) erläutert zudem Reformpläne für Zinssteuerung und Kreditreferenzsätze.

Liquidität mit Sicherheiten statt Vollgarantie

Die PBOC plant mit Banken- und Wertpapieraufsicht eine Liquiditätsabsicherung für hohe Rückgaben bei Nichtbanken.

Sie greift bei marktweitem Stress und einer Rückkopplung zwischen Rückgaben und Anleiheverkäufen; hochwertige Sicherheiten und makroprudenzielle Vorgaben sollen Fehlanreize begrenzen.

Berechtigt sind Vermögensverwaltungstöchter von Banken, Publikumsfondsmanager und deren Mutterbanken beziehungsweise Wertpapierhäuser.

Die ständige Kreditfazilität mit Laufzeiten über Nacht, sieben Tagen und einem Monat soll sämtliche Einlageninstitute erfassen.

Geplant sind zudem die Verbindung beider Anleihemärkte und ein Devisenhandelspilot für acht Offshore-Renminbi-Clearingbanken.

Ausländische Clearingbanken sollen Zugang zur seit Juni 2026 bestehenden Renminbi-Repofazilität erhalten.

Tagesgeld rückt ins Zentrum

Bisher dient der Sieben-Tage-Reverse-Repo-Satz als Leitzins, während der Tagesgeld-Reposatz DR001 faktisch die Zielgröße bildet.

Die PBOC prüft, Offenmarktgeschäfte überwiegend auf Übernachtlaufzeiten umzustellen und deren Satz zum Leitzins zu machen.

Kredite sollen neben dem Kreditreferenzsatz LPR weitere Referenzen nutzen; zugleich plant die PBOC bessere LPR-Quotierungen.

Die seit Oktober 2015 unveränderten administrativen Einlagen- und Kreditzinsen sollen entfallen.

Seit dem ersten Quartal 2026 veröffentlicht sie durchschnittliche Einlagenzinsen als Orientierung.

Öffnung bleibt mit Eingriffen vereinbar

Pan lehnt eine Abwertung als Handelsstrategie ab und behält Interventionen für Extremfälle vor.

Vom täglichen Renminbi-Devisenumsatz von über 800 Mrd. Dollar entfielen 2025 rund 80 Prozent auf Offshore-Märkte.

Für internationale Zahlungen nennt er 3 bis 4 Prozent Renminbi-Anteil über SWIFT und 6 bis 7 Prozent einschließlich weiterer Systeme.

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