PSL-Zins sinkt um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent
Die People’s Bank of China senkt den einjährigen PSL-Zins um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent und weitet gezielte Refinanzierungskontingente um insgesamt 700 Milliarden Yuan aus. Die Maßnahmen sollen die Kreditvergabe an Technologie- und Privatunternehmen ankurbeln.
Zinsschnitt und 700 Milliarden Yuan frische Quoten
Die chinesische Zentralbank senkt den Zinssatz für die Pledged Supplementary Lending (PSL) mit einjähriger Laufzeit von 1,75 auf 1,5 Prozent.
Gleichzeitig stockt die Notenbank mehrere gezielte Refinanzierungsprogramme deutlich auf.
Das Kontingent für Kredite an innovative Technologieunternehmen und industrielle Modernisierungen steigt um 200 Milliarden Yuan von 1,2 Billionen auf 1,4 Billionen Yuan, während der Förderanteil von 60 auf 100 Prozent angehoben wird.
Für die Landwirtschaft sowie kleine und mittlere Betriebe wächst das Volumen um 500 Milliarden Yuan auf 4,85 Billionen Yuan.
Innerhalb dieser Fazilität erhöht sich der spezifische Rahmen für Privatunternehmen um 300 Milliarden Yuan auf 1,3 Billionen Yuan.
Gezielte Liquidität für sechs Schlüsselnetze
Hinter den Anpassungen steht der Beschluss des Politbüros und des Staatsrats, eine akkommodierende Geldpolitik zur Vorbereitung des 15. Fünfjahresplans umzusetzen.
Der Einsatzbereich der PSL-Mittel wird auf sechs strategische Infrastrukturnetze ausgeweitet: Wasserwirtschaft, Stromnetze, Rechenkapazitäten, Telekommunikation der nächsten Generation, unterirdische Rohrleitungssysteme sowie Logistik.
Förderbanken sollen dadurch gezielt Investitionen anschieben, um die Binnennachfrage zu stützen.
Präzisionswaffe statt Bazooka
Peking setzt erneut auf selektive Kreditlenkung statt auf eine breite Zinswende.
Die neuen Quoten stützen gezielt Staatsinfrastruktur und Hochtechnologie, lassen den breiten Konsum aber weitgehend außen vor.
Für eine nachhaltige Überwindung der Binnennachfrageschwäche ist dieser strukturpolitische Feinschliff zu wenig.