Grenzüberschreitendes Cash-Pooling in China landesweit erlaubt
Die chinesische Zentralbank und die Devisenbehörde SAFE erlauben multinationalen Konzernen ab dem 14. September 2026 das landesweite zentrale Management von Renminbi- und Fremdwährungsmitteln. Kleinere Unternehmen und Firmen in Freihandelszonen profitieren von gesenkten Hürden.
Ein Konto für alle Währungen
Die neue Richtlinie Yinfa Nr. 163 weitet das Pilotprojekt für zentralisierte grenzüberschreitende Finanzoperationen landesweit aus.
Multinational agierende Unternehmen können nun Außenverschuldungs- und Auslandsleihquoten ihrer Tochtergesellschaften bei einer führenden Konzerngesellschaft zusammenführen.
Diese Hauptgesellschaft bestimmt die Pooling-Quoten eigenständig und verwaltet sämtliche Renminbi- und Fremdwährungsmittel über ein einziges Konto.
Die Nutzung des Renminbi wird dabei priorisiert.
Für Unternehmen in Freihandelszonen sinken die Eintrittshürden weiter.
Registrierungen erledigen die örtlichen SAFE-Niederlassungen als einziges Servicefenster oder direkt die beteiligten Partnerbanken der Konzerne.
Entlastung für den Mittelstand
Mit dem Vorstoß setzen PBOC und SAFE Vorgaben des 15. Fünfjahresplans sowie der vierten Plenartagung des 20. ZK der KP Chinas um.
Die Maßnahme zielt darauf ab, bürokratische Hürden im grenzüberschreitenden Kapitalverkehr abzubauen und den Realsektor zu stärken.
Besonderes Augenmerk liegt auf kleinen und mittleren Multis, denen der Zugang zu globalen Liquiditätspools bislang erschwert war.
Um Risiken durch unkontrollierte Kapitalabflüsse zu vermeiden, verbleiben begleitende Kontrollen bei den Aufsichtsbehörden.
Pragmatischer Schritt mit RMB-Fokus
Die Zusammenlegung von Währungskonten beseitigt eine echte Ineffizienz im chinesischen Konzerngeschäft.
Die klare Bevorzugung des Renminbi offenbart jedoch die Absicht Pekings, die eigene Währung im Außenhandel weiter zu stärken.
Trotz vereinfachter Bürokratie behält die Aufsicht über die Risikoüberwachung das letzte Wort.