Finanzaktiva steigen auf 562,2 Billionen Yuan
Die Aktiva der chinesischen Finanzinstitute sind bis Ende des zweiten Quartals 2026 um 7,7 Prozent auf 562,20 Billionen Yuan gestiegen. Treiber des Zuwachses waren vor allem Wertpapierhäuser mit einem Plus von 29,8 Prozent, wie vorläufige Daten der Notenbank zeigen.
Banken dominieren, Broker expandieren rasant
Die Bilanzsumme des chinesischen Finanzsektors stieg im Vorjahresvergleich um 7,7 Prozent auf 562,20 Billionen Yuan.
Den Löwenanteil halten weiterhin die Banken mit Aktiva von 497,98 Billionen Yuan, was einem Zuwachs von 6,6 Prozent entspricht.
Deutlich dynamischer entwickelten sich die Wertpapierinstitute, deren Vermögenswerte um 29,8 Prozent auf 20,37 Billionen Yuan zulegten.
Die Versicherungsbranche verzeichnete ein Plus von 11,8 Prozent auf 43,86 Billionen Yuan.
Auf der Passivseite erhöhten sich die gesamten Verbindlichkeiten um 7,9 Prozent auf 514,48 Billionen Yuan.
Auch hier wuchsen die Verbindlichkeiten der Wertpapierhäuser mit 36,6 Prozent auf 16,32 Billionen Yuan überdurchschnittlich, während die Banken 458,37 Billionen Yuan auswiesen.
Eigenkapital wächst langsamer als Verbindlichkeiten
Das bilanzielle Eigenkapital aller Institute summierte sich auf 47,73 Billionen Yuan, ein Zuwachs von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Davon entfielen 39,61 Billionen Yuan auf Banken, 4,07 Billionen Yuan auf Versicherer sowie 4,04 Billionen Yuan auf Wertpapierfirmen.
Die Erhebung basiert auf gemeinsamen Daten der Finanzaufsicht NFRA und der Wertpapieraufsicht CSRC.
Die Bankenstatistik umfasst dabei alle konzessionierten Institute inklusive deren Auslandsfilialen, schließt die Zentralbank selbst jedoch aus.
Wachstum mit Schieflage
Das robuste Wachstum verdeutlicht die schrittweise Verlagerung hin zu den Kapitalmärkten.
Vor allem der Wertpapiersektor expandiert in hohem Tempo, während die Banken stabil bleiben.
Das schwächere Plus beim Eigenkapital mahnt Aufseher jedoch zur Wachsamkeit.