RBA-Report: RITS-Governance 'teilweise beobachtet'
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ihren Bericht zum Reserve Bank Information and Transfer System (RITS) veröffentlicht. Darin wurden die Bereiche Governance, Risikomanagement und operationelles Risiko als 'teilweise beobachtet' eingestuft, wobei Governance herabgestuft wurde.
Governance-Downgrade trotz Fortschritt
Die RBA hat heute die '2026 Assessment of the Reserve Bank Information and Transfer System (RITS)' gegen die Prinzipien für Finanzmarktinfrastrukturen (PFMI) veröffentlicht.
Das Ergebnis: RITS erfüllte alle relevanten PFMI, mit Ausnahme von Governance, Framework for the comprehensive management of risk und Operational risk, die als 'teilweise beobachtet' eingestuft wurden.
Besonders die Governance-Bewertung wurde herabgestuft, da die Umsetzung von RITS-spezifischen Verbesserungen langsamer als erwartet voranschritt.
Dies spiegelt jedoch nicht eine Verschlechterung der Governance wider, sondern den dringenden Bedarf, die Implementierung zu beschleunigen.
Die Ratings für Risikomanagement und operationelles Risiko blieben unverändert 'teilweise beobachtet'.
Der Payments System Board (PSB) erwartet, dass wesentliche Verbesserungen bis zur detaillierten Bewertung im März 2028 umgesetzt und verankert werden.
Australiens kritisches Zahlungssystem
Das RITS ist Australiens Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem und wird von der RBA betrieben.
Als kritische nationale Infrastruktur für das australische Zahlungssystem muss es ein hohes Maß an Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit gewährleisten.
Nach Änderungen des Reserve Bank Act 1959 ist der Governance Board für die Aufsicht über die Management- und Organisationsangelegenheiten der RBA, einschließlich RITS, verantwortlich.
Gemäß dem Memorandum of Understanding überwacht der Payments System Board (PSB) das RITS bei der Bewertung der Einhaltung der PFMI durch die RBA.
Eine detaillierte Bewertung des RITS gegen die anwendbaren PFMI wird alle zwei Jahre durchgeführt.
Dringende Hausaufgaben
Die Herabstufung der Governance-Bewertung unterstreicht, dass die RBA trotz erkennbarer Fortschritte noch erhebliche Anstrengungen unternehmen muss.
Die Verzögerungen bei der Umsetzung von Verbesserungen sind ein klares Signal für interne Herausforderungen, die proaktiv angegangen werden müssen.
Der Druck, bis zur nächsten Bewertung 2028 konkrete Ergebnisse zu liefern, ist nun spürbar erhöht.