Leitzins um 25 Basispunkte erhöht und Zinssenkungen gestrichen
RBI Rede

Leitzins um 25 Basispunkte erhöht und Zinssenkungen gestrichen

Mit einer Erhöhung um 25 Basispunkte stellt die Reserve Bank of India ihren Kurs auf Straffung um. Gouverneur Sanjay Malhotra schloss Zinssenkungen in der Pressekonferenz am 7. Oktober 2026 vorerst aus.

Keine Zinssenkungen mehr in Sicht

Der geldpolitische Ausschuss beschloss die Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte einstimmig, während zwei Mitglieder gegen den Wechsel der geldpolitischen Ausrichtung auf Straffung votierten.

Gouverneur Sanjay Malhotra stellte klar, dass Zinssenkungen in naher Zukunft vom Tisch seien und künftig nur eine Zinspause oder weitere Erhöhungen infrage kämen.

Ausschlaggebend für die Straffung ist die Teuerung: Für die kommenden drei Quartale prognostiziert die Notenbank eine durchschnittliche Inflationsrate von 5,8 Prozent, womit das Ziel von 4,0 Prozent deutlich verfehlt wird.

Gleichzeitig hob die Notenbank ihre Prognose für das reale Wirtschaftswachstum um 40 Basispunkte an, da die Binnennachfrage trotz schwächerer Monsunregenfälle robust bleibe.

Kreditboom trifft Währungsdruck

Trotz höherer Zinsen verharrt das Kreditwachstum mit rund 19 Prozent auf einem Mehrjahreshoch.

Zudem flossen den Banken über FCNR(B)-Einlagen 135 Milliarden US-Dollar zu, was für hohe Überschussliquidität sorgt.

Zeitgleich notierte die Landeswährung mit 96,83 Rupien je US-Dollar nahe einem Allzeittief.

„Märkte können kurzfristig ziemlich irrational sein“, sagte Malhotra zur Währungsentwicklung.

Die Notenbank plant, Überschüsse über Deviseninterventionen und Bargeldabflüsse schrittweise abzuschöpfen.

Teuer erkaufte Glaubwürdigkeit

Mit der Zinsanhebung korrigiert die Notenbank ihr zu langes Zögern bei zähem Preisdruck.

Zugleich offenbart die Dollar-Schwemme bei fallender Rupie ein heikles Ungleichgewicht im Bankensektor.

Der Balanceakt zwischen Kreditboom und importierter Inflation bleibt eine schwere Hypothek.

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