Jain erklärt IT-Architektur zum primären Unternehmensrisiko
RBI Rede

Jain erklärt IT-Architektur zum primären Un­ter­neh­mens­ri­si­ko

Technologieinvestitionen sind direkte Investitionen in die Finanzstabilität. Beim SBI Banking & Economic Conclave in Mumbai forderte RBI-Vizegouverneur Rohit Jain am 24. September 2026, IT-Architekturrisiken als primäre Unternehmensrisiken der Banken zu steuern.

Milliarden Zahlungen und wachsende Verwundbarkeit

Indiens Unified Payments Interface (UPI) wickelt 49 Prozent des weltweiten Transaktionsvolumens von Echtzeit-Zahlungssystemen ab.

Allein im August 2026 verarbeitete das System 24,9 Milliarden Transaktionen im Gesamtwert von rund 30,15 Billionen Rupien – knapp 790 Millionen täglich.

RBI-Vizegouverneur Rohit Jain stellte beim Treffen in Mumbai klar, dass technologisches Risiko als primäres Unternehmensrisiko einzustufen ist.

„Technologie kann ausgelagert werden, nicht aber die Verantwortung“, sagte Jain mit Blick auf Drittanbieter und Cloud-Strukturen.

Wenn ein zentrales System ausfalle, treffe dies nicht nur einzelne Institute, sondern bedrohe unmittelbar die Stabilität des gesamten Finanzsystems.

Lehren aus Cyberangriffen und Ausfällen

Jain verwies auf frühere Vorfälle wie den Cyberangriff auf eine indische Genossenschaftsbank 2018, die Attacke auf die Zentralbank eines Nachbarlandes 2016 sowie die Datenpanne bei Equifax 2017.

Auch der CrowdStrike-Ausfall 2024 habe gezeigt, wie fehlerhafte Updates externer Dienstleister weitreichende Störungen verursachen.

Zehn Kernanforderungen – von Patch-Management über Identitätskontrollen bis zu Notfalltests – sollen Ausfallrisiken begrenzen.

Sicherheit schlägt Tempo

Die Warnung der RBI trifft einen wunden Punkt: Das enorme Volumen von UPI macht Indiens Finanzsystem anfällig für systemische IT-Kollapse.

Dass Governance dem KI-Einsatz zwingend vorausgehen muss, setzt die richtigen regulatorischen Prioritäten.

Den Banken drohen nun erhebliche Investitionskosten für die IT-Aufsicht.

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