Offenmarktverkäufe im Volumen von 100.000 Crore Rupien
Zur Steuerung der Liquiditätslage führt die indische Zentralbank Verkäufe von Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 100.000 Crore Rupien durch. Die Transaktionen erfolgen in drei Tranchen am 17., 21. und 28. September 2026 über ein Auktionsverfahren mit mehreren Preisen.
Drei Tranchen zur Liquiditätsabschöpfung
Die Reserve Bank of India (RBI) reagiert auf die aktuellen und sich entwickelnden Liquiditätsbedingungen im Bankensystem.
Geplant sind drei separate Auktionsrunden über Offenmarktoperationen (OMO): Die erste Tranche über 50.000 Crore Rupien ist für den 17. September 2026 terminiert, gefolgt von zwei weiteren Tranchen über jeweils 25.000 Crore Rupien am 21. und 28. September 2026.
Für den Auftakt stehen sechs Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen 2029 und 2032 bereit.
Dazu zählen Papiere mit Kupons von 5,77 Prozent, 6,68 Prozent, 6,79 Prozent, 7,59 Prozent, 7,61 Prozent sowie 8,28 Prozent.
Für die einzelnen Wertpapiere gilt kein vorab festgelegter Betrag, die Verteilung erfolgt flexibel über das Auktionsvolumen.
Gebote über E-Kuber und T+1-Abwicklung
Die Versteigerung wird über das elektronische Kernbankensystem E-Kuber abgewickelt, wobei Marktteilnehmer ihre Gebote am 17. September 2026 zwischen 9:30 Uhr und 10:30 Uhr einreichen müssen.
Physische Gebote sind nur bei Systemausfällen zulässig.
Die RBI behält sich vor, Gebote ganz oder teilweise ohne Angabe von Gründen abzulehnen oder das Volumen geringfügig anzupassen.
Die Ergebnisse werden noch am selben Tag publiziert; erfolgreiche Bieter müssen die Wertpapiere bis zum 18. September um 12:00 Uhr bereitstellen.
Präziser Eingriff statt Zinshebel
Der gestaffelte Verkauf entzieht dem Bankensektor überschüssige Liquidität, ohne die Renditen abrupt nach oben zu treiben.
Drei Tranchen verschaffen der Notenbank den nötigen Spielraum, um flexibel auf Marktreaktionen einzugehen.
Das Manöver ist ein kalkuliertes Feintuning, das für Ordnung am Geldmarkt sorgt.