Umfragedaten schließen Lücke bei Corona-Inflation
Die RBI veröffentlicht ein Working Paper von Purnima Shaw und R. K. Sinha, das für vier Corona-Monate fehlende bundesstaatliche Inflationsdaten mittels Haushaltsbefragung schätzt. Betroffen sind April und Mai 2020 sowie April und Mai 2021.
Vier Monate ohne Zahlen, jetzt rekonstruiert
Die RBI veröffentlicht das Working Paper von Purnima Shaw und R. K. Sinha, das die fehlenden bundesstaatlichen Inflationsdaten für vier Corona-Monate rekonstruiert.
Betroffen sind April und Mai 2020 sowie April und Mai 2021 – Monate, für die keine offiziellen CPI-U-Inflationsdaten auf Bundesstaatenebene vorliegen.
Die Autoren nutzen granulare Daten aus der Inflation Expectations Survey of Households (IESH), die während der Pandemie weiterhin zweimonatlich durchgeführt wurde.
Aus den Verteilungen der städtischen Inflationswahrnehmungen, den Drei-Monats-Erwartungen und früheren realisierten CPI-U-Werten je Bundesstaat leiten sie Schätzungen für die Lückenmonate ab.
Aggregiert folgen diese Schätzungen eng der gesamtindischen offiziellen CPI-Inflationsreihe.
Pandemie legt Statistik auf Eis
Die Erhebung offizieller Statistiken geriet während der Covid-19-Pandemie durch weltweite Beschränkungen ins Stocken.
Indien veröffentlichte für April und Mai 2020 lediglich imputierte Preisindizes auf aggregierter Ebene, bundesstaatliche Werte fehlten vollständig.
Da staatsspezifische Inflationsdaten im geltenden Inflationsziel-Regime eine zentrale Rolle spielen, erleichtern die neuen Schätzungen künftige Forschung mit lückenlosen Zeitreihen auf Bundesstaatenebene.
Notlösung statt Normalstatistik
Die Methode ist pragmatisch, aber kein Ersatz für echte Erhebungen.
Dass die RBI auf Umfragedaten zurückgreifen musste, zeigt, wie fragil die statistische Infrastruktur in Krisenzeiten war.
Für die Forschung bleibt die Lücke damit nur notdürftig geschlossen.
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