628 Zirkulare in 64 Aufsichtsrichtlinien gebündelt
Die indische Zentralbank hat 628 Aufsichtsschreiben in 64 konsolidierten Hauptrichtlinien zusammengefasst. Die Neuregelung betrifft elf Typen von regulierten Finanzinstituten und soll Befolgungskosten reduzieren.
64 Hauptrichtlinien ersetzen 628 Zirkulare
Die Reserve Bank of India strafft ihr Regulierungs- und Aufsichtsregelwerk grundlegend.
Die Aufsichtsabteilung der Notenbank bündelt insgesamt 628 bisherige Zirkulare in nunmehr 64 strukturierten, funktions- und entitätsbezogenen Hauptrichtlinien.
Die Neufassung deckt bis zu neun Funktionsbereiche ab und gilt für elf Kategorien regulierter Institute – darunter Geschäftsbanken, Regionalbanken, Nicht-Banken-Finanzunternehmen (NBFCs) sowie Kreditauskunfteien.
Im Vorfeld der Veröffentlichung gingen 767 Stellungnahmen von Marktteilnehmern ein.
Die Aufsicht prüfte die Rückmeldungen zur Vollständigkeit und Präzision; Vorschläge außerhalb des Aufsichtsrahmens sollen in separaten Prüfungen ausgewertet werden.
Zentrale Bibliothek statt Zirkular-Labyrinth
Mit dem Inkrafttreten am 31. Juli 2026 hebt die RBI die 628 ursprünglichen Einzelzirkulare formell auf.
Sämtliche verbleibenden Vorschriften wurden unverändert auf Festwertbasis ('as is') zusammengeführt, um Rechtsunsicherheiten zu vermeiden.
Die neuen Richtlinien bilden ab sofort die alleinige verbindliche Bibliothek für alle von der Aufsichtsabteilung verwalteten Anweisungen.
Marktteilnehmer können die konsolidierten Dokumente sowie die Liste der aufgehobenen Zirkulare direkt im Portal der Notenbank abrufen.
Bürokratieabbau mit Symbolkraft
Die Reduktion vereinfacht das unübersichtliche Geflecht an Aufsichtsschreiben deutlich.
Da inhaltliche Anpassungen ausblieben, sinkt vorerst nur der Rechercheaufwand der Institute.
Für eine wirkliche Entlastung des Bankensektors fehlen weiterhin materielle Deregulierungen.