Indiens Software-Exporte steigen auf 221,4 Milliarden Dollar
Indiens Exporte von Software- und IT-Dienstleistungen sind im Finanzjahr 2025-26 um 8,2 Prozent auf 221,4 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dies geht aus der am 18. September 2026 veröffentlichten Jahresumfrage der Reserve Bank of India hervor.
US-Nachfrage dominiert das Exportgeschäft
Der Zuwachs stützt sich vor allem auf traditionelle Computerdienstleistungen, die mit 153,4 Milliarden Dollar rund 69,3 Prozent der Gesamtausfuhren ausmachen.
Innerhalb dieses Segments entfielen 147,0 Milliarden Dollar auf reine IT-Dienstleistungen.
IT-gestützte Dienste (ITES) steuerten 68,0 Milliarden Dollar bei, angeführt von BPO-Dienstleistungen mit 56,0 Milliarden Dollar sowie Ingenieurdienstleistungen mit 12,0 Milliarden Dollar.
Hauptabnehmer bleiben die Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 54,1 Prozent (119,7 Milliarden Dollar), gefolgt von Europa mit 31,8 Prozent, wo Großbritannien mit 15,4 Prozent den größten Markt bildete.
72,6 Prozent aller Rechnungen wurden in US-Dollar fakturiert.
Verlagerung ins Ausland und globale Präsenz
Die Bereitstellung erfolgte zu 91,7 Prozent über Off-site-Dienstleistungen, während On-site-Einsätze vor Ort nur noch 8,3 Prozent ausmachten.
Werden Auslandstöchter indischer Unternehmen einbezogen, kletterte das gesamte Exportvolumen um 9,5 Prozent auf 239,3 Milliarden Dollar.
Das lokale Geschäft dieser Tochtergesellschaften wuchs deutlich von 13,9 auf 17,9 Milliarden Dollar.
An der RBI-Erhebung beteiligten sich 2.363 von 7.569 kontaktierten Unternehmen, die 89 Prozent des Exportvolumens abdecken.
Lukratives Klumpenrisiko im Dollarraum
Indiens IT-Exporteure behaupten ihre starke globale Marktstellung mit solidem Zuwachs.
Die massive Abhängigkeit vom US-Markt und Dollar birgt jedoch gravierende Klumpenrisiken.
Eine schwächelnde US-Konjunktur könnte den wichtigsten Devisenbringer des Landes empfindlich treffen.