Gupta sieht Abwertung der Rupie als temporäre Überkorrektur
Trotz globaler Schocks und einer Rupie-Abwertung von 13,1 Prozent wächst Indiens Wirtschaft mit 7,8 Prozent. Dies betonte RBI-Vize-Gouverneurin Poonam Gupta am 23. September 2026 beim SBI-Bankenkongress.
Reales Wachstum trotzt kumulierten Schocks
Indiens Wirtschaft verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025-26 ein reales Wachstum von 7,8 Prozent und hielt diese Dynamik mit geschätzten 7,8 Prozent im ersten Quartal 2026-27 aufrecht.
Dies geschah ungeachtet kumulierter Belastungen durch US-Zölle, geopolitische Energiepreisschocks sowie El-Niño-Risiken.
Zwar führten teurere Öl- und Goldimporte zu Zahlungsbilanzdefiziten von 5,0 Mrd. US-Dollar 2024-25 sowie 23,6 Mrd. US-Dollar 2025-26, was die Rupie vom 31. März 2025 bis 16. September 2026 um 13,1 Prozent abwerten ließ.
Gupta verwies jedoch auf im Juni implementierte Kapitalflussmaßnahmen, die wieder für einen Überschuss sorgten, sowie auf ausreichende RBI-Puffer zur Glättung von Marktvolatilitäten.
Solide Bilanzen im globalen KI-Schatten
Laut IWF sinkt Indiens Schuldenquote bis 2031 um 5,6 Prozentpunkte auf 77,7 Prozent des BIP.
Während der Anleihemarkt von dieser Haushaltsdisziplin profitierte, litten Aktien unter Kapitalabflüssen durch den weltweiten KI-Boom in anderen Märkten.
Gupta bezeichnete das indische KI-Potenzial als „unverbrauchte Kraft“, die mittelfristig greifen werde.
Zudem belegten die Stresstests des Finanzstabilitätsberichts vom Juni 2026 eine außerordentliche Widerstandskraft des heimischen Bankensektors.
Fundamente schlagen Marktrauschen
Die Diskrepanz zwischen Wachstumsstärke und schwacher Rupie spiegelt vor allem getriebene Kapitalflüsse wider.
Mit solider Haushaltsdisziplin und hohen Reserven bleibt die Notenbank gegen externe Schocks bestens gewappnet.
Die demonstrierte Zuversicht ist fundiert und entkräftet überzogene Krisenszenarien wirksam.