Murmu fordert volle Verantwortung für autonome Finanz-KI
RBI Rede

Murmu fordert volle Verantwortung für autonome Finanz-KI

Auf dem Global Fintech Fest 2026 in Mumbai hat RBI-Vizechef Shirish Chandra Murmu verbindliche Standards für Finanztechnologien angemahnt. Die Institute müssten bei agentischer KI und algorithmischen Krediten die volle rechtliche Verantwortung behalten.

241 Milliarden Zahlungen über UPI

Indiens digitales Zahlungssystem Unified Payments Interface (UPI) verarbeitete im Geschäftsjahr 2025/26 rund 24.162 Crore Transaktionen im Wert von etwa 314 Lakh Crore Rupien – was rund 85 Prozent des gesamten digitalen Zahlungsvolumens des Landes ausmacht.

Laut Murmu hat sich das Volumen digitaler Zahlungen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verzehnfacht.

Gleichzeitig wuchs der Digital Payments Index der Zentralbank von 100 Punkten im März 2018 auf 516,76 Punkte im September 2025.

Mit über 14.000 Fintech-Unternehmen und mehr als 40 Milliarden US-Dollar an Investitionen im letzten Jahrzehnt sei Skalierung erreicht.

Nun gehe es um Resilienz gegen Cyberangriffe, Betrug und Ausfälle.

Agentische Systeme und Quantenbedrohung

Für den Übergang zu agentischer KI und Quantencomputing kündigte Murmu eine verschärfte Aufsicht an: „Technologie kann Dienstleistungen verteilen, aber keine Verantwortung“, betonte der Vizegouverneur mit Verweis auf die Digital Lending Directions 2025.

Bei automatisierten Kreditvergaben blieben allein die regulierten Institute haftbar.

Um algorithmische Verzerrungen und Auslagerungsrisiken zu steuern, setzt die RBI auf ihr FREE-AI-Komitee sowie ein Expertengremium für quantensichere Finanzarchitekturen.

Verantwortung lässt sich nicht programmieren

Murmus Vorstoß beendet die regulatorische Schonzeit für Fintech-Geschäftsmodelle.

Wer Gewinne automatisiert, darf sich bei algorithmischen Fehlern oder Datenlecks nicht aus der Haftung stehlen.

Die RBI setzt damit weltweit Maßstäbe für die reale Verantwortung im digitalen Banking.

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