BIP-Indikator verbessert Prognosen vor allem bei vollem Quartal
RIKSBANK Studie

BIP-Indikator verbessert Prognosen vor allem bei vollem Quartal

Viking Waldén zeigt für die Schwedische Reichsbank (Riksbank), wie sich BIP-Indikator und Prognose kombinieren lassen. Für das dritte Quartal 2020 bis zweite Quartal 2026 sinkt der Prognosefehler bei vollständigen Quartalsdaten um 39 Prozent.

Mit jedem Monat mehr Gewicht

Waldéns Modell kombiniert die bestehende BIP-Prognose mit dem schwedischen BIP-Indikator.

Es korrigiert systematische Schätzfehler und gewichtet beide Quellen anhand historischer Fehlervarianzen und ihrer Kovarianz.

Das Indikatorgewicht steigt bei einem, zwei und drei verfügbaren Monaten auf 2, 22 und 73 Prozent.

Die Wurzel des mittleren quadratischen Prognosefehlers (RMSE) sinkt entsprechend auf 0,79, 0,75 und 0,50 Prozentpunkte; die Riksbank-Prognose allein erreicht 0,82. Der Indikator allein kommt auf 1,54, 1,10 und 0,62 Prozentpunkte.

Gegenüber der Riksbank-Prognose ist die Verbesserung erst mit vollständigen Quartalsdaten statistisch abgesichert.

Bewertungsmaßstab ist die erste Veröffentlichung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, nicht das endgültige BIP.

Der Echtzeittest begrenzt den Gewinn

Das schwedische Statistikamt veröffentlicht den monatlichen Indikator seit Frühjahr 2020.

Für die ersten beiden Quartalsmonate gilt eine Frist von höchstens 35 Tagen, für den letzten von 30 Tagen; die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen folgen spätestens nach 60 Tagen.

Die Modellgewichte stammen zunächst aus der gesamten Stichprobe.

Ein Test mit ausschließlich damals verfügbaren Informationen umfasst 14 Quartale von Anfang 2023 bis Mitte 2026: Mit drei Monaten Daten beträgt der RMSE 0,63 Prozentpunkte.

Der Vorteil gegenüber der Riksbank-Prognose schrumpft auf 22 Prozent.

Frühindikator bleibt eine Schätzung

Auch vollständige Monatsdaten ersetzen kein amtliches Quartalsergebnis.

Die Untersuchung umfasst nur 24 Quartale; laut Waldén können sich Gewichte und Prognosegewinne mit längeren Datenreihen ändern.

Das Modell ergänzt größere Kurzfristprognosemodelle, erfasst aber nicht sämtliche Konjunkturinformationen.

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