Leitzins bleibt bei 1,75 Prozent vor Erhöhung im November
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Leitzins bleibt bei 1,75 Prozent vor Erhöhung im November

Die Riksbank belässt den Leitzins einstimmig bei 1,75 Prozent, bereitet die Märkte aber auf eine rasche Straffung vor. Gouverneur Erik Thedéen und die Direktion signalisieren eine erste Zinserhöhung bereits für die Novembersitzung angesichts robuster Konjunkturdaten.

Zinspfad steigt trotz Zinspause

Das fünfköpfige Führungsgremium um Gouverneur Erik Thedéen, Aino Bunge, Per Jansson, Anna Seim und Göran Hjelm entschied einstimmig, den Leitzins vorerst bei 1,75 Prozent zu halten.

Zugleich hob die schwedische Zentralbank ihren Zinspfad spürbar an.

Nach einem BIP-Zuwachs von 3,3 Prozent im zweiten Quartal 2026 im Vorjahresvergleich steuert die schwedische Wirtschaft auf rund drei Prozent Jahreswachstum zu.

Während die gemessene Teuerung durch befristete Steuersenkungen bei 0,7 Prozent lag, betrug die um steuerliche Einflüsse bereinigte Kernrate 1,6 Prozent.

Sowohl Thedéen als auch Seim kündigten an, bereits bei der Zusammenkunft im November für einen Zinsanstieg auf 2,00 Prozent zu votieren, um einem Aufbau von Zweitrundeneffekten rechtzeitig entgegenzuwirken.

Globale Schocks und schwache Krone

Der seit über sechs Monaten andauernde Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt den Ölpreis über 100 US-Dollar und belastet globale Lieferketten.

Parallel dazu hoben Fed und EZB ihre Leitzinsen im September um je 25 Basispunkte an.

Zugleich verlor die schwedische Krone seit August rund zwei Prozent gegenüber dem Euro und vier Prozent zum US-Dollar.

Thedéen zog eine maritime Parallele: „Für jetzt können wir noch mit vollen Segeln fahren, aber im November müssen wir die Segelfläche wohl verkleinern.“

Geduld ist keine Dauerstrategie

Die niedrige Inflationsrate ist eine durch Steuernachlässe erzeugte Illusion.

Das Zögern schützt zwar den Arbeitsmarkt, verschärft aber bei schwacher Krone den Preisdruck.

Der avisierte Zinsschritt im November ist unausweichlich, um nicht hinter die Kurve zu geraten.

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