Euro-Überweisungen schlagen nordische Währungen bei den Kosten
Zahlungen in Euro sind für schwedische Haushalte im nordischen Raum oft günstiger und schneller als in nordischen Währungen. Laut einem Bericht der Riksbank mit den nordischen Zentralbanken gilt das selbst zwischen zwei Ländern außerhalb des Euroraums.
Der Euro hat Kostenvorteile
Trotz der engen Verflechtung der nordischen Länder bleiben grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der Region teuer.
Der gemeinsam mit den nordischen Zentralbanken erstellte Bericht der Riksbank untersucht die Kosten für private Haushalte.
Euro-Überweisungen sind demnach häufig günstiger und schneller als Zahlungen in nordischen Währungen, auch wenn keines der beteiligten Länder zum Euroraum gehört.
Als Hauptgrund nennen die Autoren EU-Vorschriften für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen, die für Zahlungen in nordischen Währungen nicht gelten.
Auch die Kosten für Kartenzahlungen im Ausland unterscheiden sich zwischen den nordischen Ländern erheblich.
Neobanken und Technik als Hebel
Spezialisierte Banken, darunter Neobanken, bieten Zahlungen in nordischen Währungen innerhalb der Region im Allgemeinen günstiger an als traditionelle Banken.
Mehr Wettbewerb kann laut Bericht die Kosten langfristig senken.
Zudem steht Banken die währungsübergreifende TIPS-Infrastruktur zur Verfügung.
Die Europäische Zentralbank (EZB), Danmarks Nationalbank und die Riksbank haben sie eingeführt.
Der Bericht nennt sie als weiteren Ansatz, um nordische Auslandszahlungen zu verbessern und Kosten zu reduzieren.
Integration allein senkt keine Kosten
Die enge Verflechtung der Region geht laut Bericht nicht mit günstigen Auslandszahlungen einher.
Den Kostenvorteil des Euro erklären die Autoren vor allem mit EU-Regeln.
Als Ansatzpunkte nennen sie mehr Wettbewerb und die verfügbare TIPS-Infrastruktur.