Jansson stellt Zinserhöhungen bei 1,75 Prozent Leitzins in Aussicht
Die Riksbank belässt den Leitzins bei 1,75 Prozent, signalisiert jedoch baldige Anhebungen. Vize-Gouverneur Per Jansson erklärte am 30. September 2026 in London, dass die Zinsen bei unverändertem Ausblick noch in diesem Jahr steigen werden.
Kombination aus Nachfragedruck und schwacher Krone
Das Wirtschaftswachstum in Schweden fällt kräftig und breit abgestützt aus.
Gleichzeitig treiben weltweite Lieferstörungen die Preise für Ölprodukte, während die schwedische Krone abwertet.
Vor Vertretern der Schwedischen Handelskammer und von Nordea in London begründete Per Jansson den Schritt der Riksbank, den Leitzins bei 1,75 Prozent zu belassen und zugleich den Zinspfad anzuheben.
„Die Kombination aus steigender Nachfrage und Engpässen auf der Angebotsseite ist aus Inflationssicht gefährlich“, erklärte der Vize-Gouverneur.
Er betonte, dass das Risiko einer nachfragegetriebenen Teuerung seit August zugenommen habe und die Notenbank ihre Prognose entsprechend angepasst habe.
Geduld vor dem ersten Zinsschritt
Die Riksbank begründet das vorläufige Abwarten bei 1,75 Prozent mit der moderaten Ausgangslage der Teuerung.
In einem von hoher Unsicherheit geprägten Umfeld sei es geboten gewesen, diesen Spielraum zu nutzen und die Zinsen im September noch nicht anzuheben.
Laut Jansson stellt die Anhebung der Zinspfad-Prognose keinen extremen Ausschlag dar, sondern spiegelt die schrittweise Normalisierung des Zinsniveaus in einer sich festigenden Wirtschaft wider.
Verbale Straffung auf Zeit
Die Riksbank vollzieht einen Drahtseilakt zwischen aufkeimendem Inflationsdruck und weltweiter Unsicherheit.
Indem Jansson Zinsschritte ankündigt, aber die Füße vorerst stillhält, kauft sich die Notenbank wertvolle Zeit zur Datenbeobachtung.
Für Kreditnehmer bedeutet diese verbale Vorbereitung jedoch das absehbare Ende der Niedrigzinsphase.
Quelle: Per Jansson in London on the economic situation
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