Umtausch ungültiger Banknoten endet am 1. Juli 2027
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Umtausch ungültiger Banknoten endet am 1. Juli 2027

3,9 Milliarden Kronen schlummern noch in alten Scheinen: Zum 1. Juli 2027 stellt die schwedische Riksbank den Umtausch endgültig ein. Anträge auf Erstattung müssen bis spätestens 30. Juni 2027 eingehen.

Milliardenbetrag schlummert in Schubladen

Nach Schätzungen der schwedischen Zentralbank sind noch ungültige Banknoten im Wert von rund 3,9 Milliarden Kronen im Umlauf beziehungsweise nicht eingelöst worden.

Zehn Jahre nach dem umfassenden Bargeldwechsel in Schweden setzt die Notenbank nun einen finalen Schlusspunkt: Banknoten, die seit mehr als zehn Jahren ihre Gültigkeit verloren haben, werden ab dem 1. Juli 2027 nicht mehr umgetauscht.

Anträge auf Entschädigung müssen bis zum 30. Juni 2027 vorliegen.

Für jede bewilligte Auszahlung erhebt die Institution eine Bearbeitungsgebühr von 300 Kronen.

Die Prüfung erfolgt individuell für jeden eingereichten Antrag.

Nach Bewilligung wird der entsprechende Betrag auf ein Bank- oder Girokonto überwiesen.

Nachweispflicht und Kostenbremse

Die Notenbank begründet den Schritt mit praktischen Hürden und administrativen Kosten.

Nach einer Dekade sei es für Bürger zunehmend schwer, die gesetzlich geforderten Nachweise über die Herkunft des Geldes, wie etwa historische Kontoauszüge, vorzulegen.

Da die Öffentlichkeit ausreichend Gelegenheit zum Umtausch hatte, sei ein dauerhaftes Vorhalten der Prüfkapazitäten wirtschaftlich nicht mehr vertretbar.

Wer alte Scheine einlösen will, muss neben den Banknoten zwingend Belege einreichen, die die legale Herkunft der Mittel nachweisen.

Schlussstrich für Spätzünder

Die Notenbank zieht einen überfälligen Schlussstrich unter die Altlasten der Bargeldreform.

Wegen strenger Geldwäscheregeln ist der Nachweis der Mittelherkunft nach zehn Jahren ohnehin kaum noch führbar.

Für Normalbürger ist der Schritt bedeutungslos, für unbelehrbare Barhortner droht dagegen der Totalverlust.

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