EUREP-Fazilität sichert Riksbank bis zu 50 Milliarden Euro
RIKSBANK News

EUREP-Fazilität sichert Riksbank bis zu 50 Milliarden Euro

Das Eurosystem hat die schwedische Riksbank zur ständigen EUREP-Fazilität zugelassen. Die Notenbank kann künftig bis zu 50 Milliarden Euro gegen hochwertige Sicherheiten leihen, um die Krisenvorsorge und Finanzstabilität zu stärken.

50 Milliarden Euro als zusätzliche Brandmauer

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die EUREP-Repofazilität für Zentralbanken außerhalb des Euroraums dauerhaft eingerichtet.

Die schwedische Reichsbank kann über dieses Instrument liquide Mittel in Euro aufnehmen, indem sie zulässige, auf Euro lautende Wertpapiere hoher Bonität als Sicherheiten hinterlegt.

Das maximale Kreditvolumen beträgt 50 Milliarden Euro.

Ziel der ständigen Fazilität ist es, die reibungslose Transmission der Geldpolitik im Euroraum abzusichern, indem ausländischen Notenbanken bei Bedarf verlässlich und schnell Liquidität bereitgestellt wird.

Für Schweden fungiert die Fazilität als flexibles Instrument zur Krisenprävention bei minimalem Kontrahentenrisiko.

Ergänzung zu bestehenden Swap-Linien

Der Beitritt zu EUREP erweitert das bisherige Sicherheitsnetz der schwedischen Notenbank um einen zweiten Kanal.

Bislang stützte sich die Riksbank vor allem auf ein bilaterales Swap-Abkommen mit der EZB, über das Euro gegen schwedische Kronen bezogen werden können.

Die neue Repo-Fazilität ergänzt diese bestehende Vereinbarung gezielt durch die Nutzung von Euro-Sicherheiten und vertieft die Kooperation zwischen Schweden und dem Eurosystem bei Marktspannungen.

Günstige Versicherung für den Ernstfall

Der EUREP-Zugang ist ein pragmatischer Schritt zur Absicherung des nordischen Bankensektors.

Zwar besteht akut kein Liquiditätsengpass in Euro, doch die Verdopplung der Sicherheitsnetze reduziert systemische Ansteckungsrisiken im Krisenfall spürbar.

Für Stockholm bedeutet das maximale Handlungsfähigkeit bei minimalen eigenen Kosten.

Fehler melden