Erstmals Frauen auf südafrikanischen Umlaufmünzen
SARB Press

Erstmals Frauen auf südafrikanischen Umlaufmünzen

Die South African Reserve Bank bringt zwei neue 2-Rand-Umlaufmünzen heraus, die erstmals in der Geschichte des Landes Frauen abbilden. Die Sonderprägungen ehren die Akademikerin Charlotte Maxeke sowie den Protestzug von mehr als 20.000 Frauen im Jahr 1956.

Widerstand und Bildung auf zwei Rand

Die South African Reserve Bank bringt zwei neue 2-Rand-Münzen mit Motiven bedeutender Frauen in den Umlauf.

Eine Prägung erinnert an Charlotte Maxeke, die vor 125 Jahren als erste schwarze Südafrikanerin einen Universitätsabschluss erwarb.

Ihr Motiv zeigt ein Profilkameo mit Edwardianischem Kragen aus dem Jahr 1910 sowie traditionellem Perlenschmuck.

Die zweite Münze gedenkt des 70. Jahrestags des Frauenmarsches von 1956, bei dem mehr als 20.000 Frauen zu den Union Buildings zogen, um gegen die diskriminierenden Passgesetze des Apartheid-Regimes zu protestieren.

Das Design stellt vier Frauen unterschiedlicher Herkunft mit Transparenten dar, die dem Regierungsgebäude entschlossen gegenüberstehen.

Premiere im südafrikanischen Geldbeutel

Die Ausgabe ist Teil des Programms „Milestones of Freedom“, das Präsident Cyril Ramaphosa im Juni 2026 ins Leben gerufen hat.

Die Prägungen markieren ein Novum: Erstmals werden Frauen auf regulären südafrikanischen Umlaufmünzen dargestellt.

Zentralbank und Regierung heben dabei hervor, dass die Motive bewusst die direkte Konfrontation zwischen den Bürgerinnen und den damaligen staatlichen Institutionen betonen.

Die Gestaltung rückt gezielt den aktiven Widerstand in den Mittelpunkt des Bargelds.

Symbolpolitik mit realer Verspätung

Dass Frauen erst 2026 auf südafrikanischen Umlaufmünzen erscheinen, offenbart ein langes Versäumnis der Notenbank.

Das Programm holt überfällige Repräsentation in den Alltag nach, bleibt aber reine Symbolik.

Für die tatsächliche Gleichstellung im Land liefert das Bargeld-Design keinen praktischen Impuls.

Quelle: Commemorative coin launch

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