48 Prozent der Firmen kennen neues Inflationsziel von 3,0 Prozent
Eine Sonderumfrage des BER nach der Senkung des südafrikanischen Inflationsziels auf 3,0 Prozent am 12. November 2025 zeigt: 48 Prozent der befragten Firmen nennen das neue Ziel bereits korrekt. Weitere 38,4 Prozent erwarten eine Zielmarke zwischen 3,0 und 4,5 Prozent.
Ministerielle Ankündigung setzt das Signal
Nur vier Tage nach der offiziellen Senkung des Inflationsziels auf 3,0 Prozent durch den Finanzminister am 12. November 2025 befragte das Bureau for Economic Research 133 Unternehmen.
Von den 125 antwortenden Firmen identifizierten 48 Prozent die neue Zielmarke exakt.
Als Begründung nannten 61 Prozent dieser Gruppe direkt die ministerielle Ankündigung.
Weitere 38,4 Prozent der Teilnehmer verorteten das Ziel der Notenbank zwischen 3,0 und 4,5 Prozent, wobei sich die Hälfte davon auf 3,5 Prozent festlegte.
Nur 4,0 Prozent nannten weiterhin den alten Mittelwert von 4,5 Prozent.
Die Daten belegen, dass die Preissetzer den Kurswechsel unmittelbar zur Kenntnis genommen haben.
Erwartungen im raschen Sinkflug
Die empirische Analyse widerlegt die Befürchtung, dass mangelnde Aufmerksamkeit die Anpassung an das neue Ziel bremst.
Beide Teilnehmergruppen korrigierten ihre Inflationserwartungen für die kommenden zwei Jahre im Verlauf von 2025 spürbar nach unten: bei den informierten Firmen sank der Median um 1,3 Prozentpunkte, bei der Vergleichsgruppe um 0,77 Prozentpunkte.
Während die Anpassung beim De-facto-Zielwechsel 2017 noch sieben Quartale dauerte, reagieren die Unternehmen diesmal deutlich schneller auf makroökonomische Signale.
Wissen ist noch kein Handeln
Die schnelle Reaktion der Unternehmen verschafft der Notenbank wertvollen Spielraum.
Doch Umfrageantworten allein garantieren noch keine disziplinierte Preissetzung im Tagesgeschäft.
Erst wenn Lohnverhandlungen und Lieferverträge dem Drei-Prozent-Pfad folgen, ist der Übergang geglückt.
Quelle: Do firms know about the new inflation target?
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