Angolanischer Kwanza wird SADC-Zahlungswährung
SARB Press

Angolanischer Kwanza wird SADC-Zahlungswährung

Als zweite Währung neben dem südafrikanischen Rand wird der angolanische Kwanza künftig im SADC-RTGS-System abgerechnet. Dies gaben Notenbankvertreter aus Südafrika und Angola am 27. Juli 2026 bekannt.

Zweite Währung für den regionalen Handel

Der angolanische Kwanza wird nach dem südafrikanischen Rand die zweite Abwicklungswährung im multilateralen SADC-RTGS-System.

Lesetja Kganyago als Vorsitzender des SADC-Komitees der Zentralbankgouverneure und Angolas Notenbankchef Manuel Tiago Dias gaben die Neuerung bekannt.

Bislang wurden über das 2013 gestartete System, an dem 15 Staaten teilnehmen, ausschließlich Transaktionen in Rand abgewickelt.

Im Jahr 2025 beliefen sich die Handels- und Interbankenströme zwischen Angola und den übrigen 14 SADC-Staaten auf rund 3,77 Milliarden US-Dollar.

Südafrika trug dazu knapp 2,99 Milliarden US-Dollar beziehungsweise fast 60 Prozent des Transaktionsvolumens bei.

Abbau von Barrieren und Kosten

Die Integration des Kwanza unterstützt die globalen G20-Ziele für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zur Senkung von Kosten und Steigerung der Effizienz.

Durch direkte Abrechnungen entfallen unnötige Devisenkonvertierungen, was Unternehmen bei der Bewältigung des regionalen Cashflows entlastet.

Das System verarbeitet monatlich Transaktionen im Wert von 250,7 Milliarden Rand und feierte im Juli 2026 sein dreizehnjähriges Bestehen.

Mittelfristig sollen weitere Währungen wie der Botswanische Pula folgen.

Überfällige Diversifizierung

Der Schritt beendet die monokulturelle Vormachtstellung des Rand im regionalen Zahlungsverkehr überfällig.

Weniger Zwischenhändler und geringere Transaktionskosten stärken die wirtschaftliche Integration im südlichen Afrika spürbar.

Dennoch bleibt abzuwarten, wie schnell weitere Staaten nachziehen werden.