Wöchentliche Repo-Auktion endet am 30. Oktober 2026
Die südafrikanische Zentralbank (SARB) setzt ihre wöchentliche Haupt-Repo-Auktion ab 30. Oktober 2026 auf unbestimmte Zeit aus. Laut Mitteilung vom 12. Oktober verfügt der Markt über ausreichend Liquidität.
Ausreichend Liquidität ohne wöchentliche Auktion
Die SARB setzt die wöchentliche Haupt-Repo-Auktion auf unbestimmte Zeit aus, weil der Markt keine zusätzliche Liquiditätsunterstützung benötigt.
Die Nutzung der Auktionen war bereits über längere Zeit gering oder blieb ganz aus.
Mit der Aussetzung will die Zentralbank ihr geldpolitisches Umsetzungsrahmenwerk einfach, transparent und belastbar halten.
Im bestehenden System mit Liquiditätsüberschuss besteht grundsätzlich das Risiko, dass Banken Repos statt des Interbankenmarkts nutzen.
Dies würde die beabsichtigte Wirkung der Quoten schwächen.
Dieses Risiko hat sich laut SARB bislang nicht verwirklicht; die Aussetzung soll das Rahmenwerk jedoch für unterschiedliche Marktbedingungen absichern.
Vom Liquiditätsdefizit zum Überschuss
Vor Einführung des gestaffelten Zinsuntergrenzensystems betrieb die SARB ein klassisches Barreservesystem.
Wöchentliche Repo-Auktionen über 56 Mrd. Rand refinanzierten damals das Liquiditätsdefizit des Marktes.
Beim Übergang zum Überschusssystem behielt sie die Auktionen mit sinkenden Volumina bei, um Fehlbeträge zu decken und die Quotenzuteilung zu unterstützen.
Auch danach dienten sie einer ausreichenden Versorgung, ohne mehr Liquidität bereitzustellen, als der Markt benötigte oder aufnehmen konnte.
Die Dokumentkopfzeile trägt das Datum 9. Oktober 2026.
Repos bleiben als Sicherheitsnetz
Die Aussetzung betrifft die wöchentliche Auktion, nicht das Repo-Instrument selbst.
Die SARB behält Repos als Liquiditätsreserve nach eigenem Ermessen bei, auch für Phasen gestörter Märkte.
Sie fordert Banken deshalb auf, regelmäßig mit ihr zu testen, damit Repo-Geschäfte bei Bedarf operativ möglich bleiben.