Kapitalabzug für FLAC-Papiere bei Mutual Banks geplant
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Kapitalabzug für FLAC-Papiere bei Mutual Banks geplant

Kapitalabzug statt Risikotransfer: Mutual Banks in Südafrika müssen Investitionen in FLAC-Papiere künftig vorrangig von ihrem Sekundärkapital abziehen. Zu dem am 20. August 2026 vorgelegten Richtlinienentwurf der Prudential Authority läuft die Konsultation bis zum 23. September 2026.

Strikter Abzug vom Sekundärkapital

Die südafrikanische Aufsichtsbehörde Prudential Authority (PA) hat eine Richtlinie zur regulatorischen Behandlung von FLAC-Instrumenten für Mutual Banks vorgelegt.

Nach dem Entwurf müssen die Institute Investitionen in diese unbesicherten, nachrangigen Schuldtitel künftig vorrangig von ihrem Sekundärkapital abziehen.

Reicht das Sekundärkapital dafür nicht aus, erfolgt der Abzug vom Primärkapital.

Die Maßnahme ergänzt den Aufsichtsstandard RA03 sowie den Leitfaden 1 von 2025 zur Verlustabsorptionsfähigkeit systemrelevanter Banken.

Damit will die Zentralbank sicherstellen, dass Abwicklungsrisiken nicht verdeckt über genossenschaftlich strukturierte Institute weitergereicht werden.

Durchschaupflicht bei Indexbeständen

Für Engagements über Indexzertifikate schreibt die Aufsicht eine Durchschau auf die tatsächlich zugrundeliegenden FLAC-Bestände vor.

Erweist sich diese Einzelprüfung für eine Mutual Bank als operativ unzumutbar, kann sie mit vorheriger schriftlicher Genehmigung der PA eine fundierte, konservative Schätzung ansetzen.

Stellungnahmen zu dem Papier können bis zum 23. September 2026 an die Aufsichtsbehörde übermittelt werden.

Die Behörde plant, alle Rückmeldungen öffentlich zu machen.

Kein Schlupfloch für Systemrisiken

Die Vorgabe schließt eine Aufsichtslücke und verhindert, dass kleinere Institute Abwicklungsrisiken von Großbanken absorbieren.

Die Durchschaupflicht bei Indexprodukten schafft operative Hürden, unterbindet aber verdeckte Engagements effektiv.

Für die Stabilität des südafrikanischen Finanzsystems ist diese Bereinigung folgerichtig.

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