Detailliertere Meldepflichten für OTC-Derivate-Modelle geplant
Strengere Transparenz für OTC-Derivate: Die Aufsichtsbehörden PA und FSCA haben neue Meldevorgaben für quantitative Portfolio-Margin-Modelle zur Konsultation gestellt. Stellungnahmen zum gemeinsamen Verordnungsentwurf sind bis zum 12. Oktober 2026 möglich.
Granularere Daten für komplexe Derivate
Die Prudential Authority (PA) und die Financial Sector Conduct Authority (FSCA) haben den Entwurf einer gemeinsamen Mitteilung zur Konsultation gestellt.
Das Vorhaben richtet sich an Anbieter von außerbörslichen Derivaten (Over-the-Counter Derivative Providers, ODPs), die quantitative Portfolio-Margin-Modelle (QPMM) für Initial-Margin-Berechnungen nutzen.
Der neue Meldestandard ergänzt den gemeinsamen Standard 2 aus dem Jahr 2020.
Laut FSCA-Kommissar Unathi Kamlana und PA-Chefin Fundi Tshazibana reichen die seit April 2025 erhobenen Daten nicht aus, um die internen Risikomodelle der Institute aufsichtlich tiefgehend zu analysieren.
Reine Gegenparteien von ODPs werden von den zusätzlichen Berichtspflichten ausdrücklich ausgenommen.
Vom Rahmenwerk zur Detailkontrolle
Bereits im Juni 2023 legten die Behörden das Antragsverfahren für Institute fest, die modellbasierte Haircuts oder Portfolio-Margin-Modelle für OTC-Derivate einsetzen wollen.
Mit der gemeinsamen Bekanntmachung 2 von 2024 traten zum 1. April 2025 allgemeine Meldepflichten für nicht zentral geclearte Derivategeschäfte in Kraft.
Doch die bestehenden Meldebögen erfassen die spezifischen Modellrisiken nur unvollständig.
Der aktuelle Entwurf schließt diese Lücke, indem er detaillierte Kennzahlen für genehmigte Modellansätze vorschreibt.
Schluss mit regulatorischen Blindflügen
Wer interne Risikomodelle zur Margenberechnung einsetzt, darf keine regulatorische Nachsicht erwarten.
Das Schließen der Datenlücke ist überfällig, um Klumpenrisiken im OTC-Markt frühzeitig aufzudecken.
Für Derivateanbieter bedeutet dies spürbaren Meldeaufwand, für die Finanzstabilität ist der Schritt jedoch essenziell.
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