Finanzmarktgruppe debattiert US-Sanktionen und Repo-Reform
SARB Press

Finanzmarktgruppe debattiert US-Sanktionen und Repo-Reform

Die Financial Markets Liaison Group beriet über Risiken möglicher US-Sanktionen und Reformen am südafrikanischen Repo-Markt. Zudem analysierte das Gremium Gefahren durch unregulierte Credit-Linked Notes.

Sanktionsgefahr trifft auf Staaten-Banken-Nexus

Die Financial Markets Liaison Group (FMLG) unter Leitung von SARB-Vizechef Rashad Cassim untersuchte die Folgen möglicher US-Sanktionen infolge der US-Überprüfung der bilateralen Beziehungen.

Die Zahlungsverkehrsabteilung der South African Reserve Bank (SARB) analysierte Szenarien eines Ausschlusses aus SWIFT, Continuous Link Settlement (CLS) und internationalen Kartensystemen.

Ein solcher Schritt würde das Wirtschaftswachstum und das Länderrating belasten sowie die Refinanzierungskosten für Staat, Banken und Unternehmen in die Höhe treiben.

Zudem droht eine Verschärfung des Staaten-Banken-Nexus, da inländische Institute vermehrt Staatsanleihen stützen müssten.

Als Puffer dienen die geringe Fremdwährungsabhängigkeit der Banken sowie der SARB-Liquiditätsrahmen.

Manuelle Prozesse bremsen Repo-Markt

Der südafrikanische Repo-Markt leidet unter regulatorischen und technischen Hürden.

Board Notice 90 verbietet Geldmarktfonds die Repo-Teilnahme, während das Fehlen von Triparty-Repos und manueller bilateraler Handel Transaktionskosten treiben.

Zugleich warnte die FMLG vor dem Boom von Credit-Linked Notes, die mangels transparenter Marktbewertung Liquiditätsrisiken bergen.

Positiv verlief ein Testlauf der SARB für die US-Dollar-Refinanzierungsfazilität (FIMA).

Hausgemachte Risiken überwiegen

Südafrikas Verwundbarkeit liegt weniger im Ausland als in veralteten Marktstrukturen.

Dass Geldmarktfonds per Verordnung vom Repo-Markt ausgesperrt bleiben, bremst die Liquidität unnötig aus.

Erst wenn Zentralbank und Aufsicht die regulatorischen Fesseln lösen, wird der heimische Kapitalmarkt krisenfest.

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