Jibar endet fünf Monate später am 31. Mai 2027
Die Südafrikanische Reservebank (SARB) verschiebt das Ende des Referenzzinses Jibar vom 31. Dezember 2026 auf den 31. Mai 2027. Grund ist die unsichere rechtzeitige Umsetzung einer gesetzlichen Lösung für schwer umstellbare Altverträge.
Altverträge brauchen mehr Vorlauf
Nach dem 31. Mai 2027 endet die Veröffentlichung sämtlicher Jibar-Laufzeiten.
Damit ersetzt die SARB den am 3. Dezember 2025 angekündigten Endtermin 31. Dezember 2026.
Trotz Fortschritten beim Wechsel zu ZARONIA bleibt offen, ob Gesetzgebung und anschließende Umsetzung der Altvertragslösung bis dahin abgeschlossen wären.
Schwer umstellbare Altverträge sind oft Teil komplexer Transaktionen mit mehreren Parteien, deren Zustimmung Änderungen erschwert.
Die zusätzlichen fünf Monate sollen die rechtlichen und operativen Vorkehrungen rechtzeitig ermöglichen.
Marktteilnehmer sollen ihre Jibar-Abhängigkeit weiter reduzieren, offene Vertrags-, System- und Betriebsfragen abarbeiten und ZARONIA stärker in Finanzverträgen nutzen.
Term ZARONIA als Ersatzbasis
SARB und Marktpraktikergruppe (MPG) arbeiten weiter am Übergangsrahmen und an Vorgaben für Term ZARONIA.
Die MPG ernannte FTSE Russell im April 2026 zum Administrator dieses vorausblickenden Laufzeitzinses auf Basis von ZARONIA-Tagesgeldindex-Swaps.
Nach mehreren Marktkonsultationen und einer sechsmonatigen Beobachtung des veröffentlichten Prototyps wird er für bestimmte, bald von der SARB definierte Fälle nutzbar.
Die SARB plant, daraus synthetischen Jibar als einen der vorgesehenen Ersatzreferenzwerte für schwer umstellbare Altverträge abzuleiten.
Mehr Zeit, gleicher Zielzins
Die Fristverlängerung ändert den Reformkurs nicht.
ZARONIA bleibt der 2022 bestimmte bevorzugte Jibar-Nachfolger im 2018 gestarteten Reformprogramm für Referenzwerte nach internationalen Wertpapieraufsichtsprinzipien.
SARB, MPG und Finanzmarktverhaltensaufsicht (FSCA) begleiten den Übergang mit den Marktteilnehmern weiter.
Quelle: SARB revises Jibar cessation date to 31 May 2027
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