Südafrikas Seigniorage-Zahlungen sinken auf 1,1 Mrd. Rand
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Südafrikas Seigniorage-Zahlungen sinken auf 1,1 Mrd. Rand

Südafrikas Ausgleichszahlungen an Eswatini, Lesotho und Namibia sanken im Fiskaljahr 2025/26 auf 1,1 Milliarden Rand. Laut der South African Reserve Bank führten ein geringeres Bargeldwachstum und gesunkene Anleiherenditen zum Rückgang von dem Rekordhoch von 1,4 Milliarden Rand.

Vom Rekordhoch auf 1,1 Milliarden Rand

Im Rahmen des Multilateralen Währungsabkommens (MMA) der gemeinsamen Währungszone gleicht Südafrika den Mitgliedern Eswatini, Lesotho und Namibia entgangene Seigniorage-Einnahmen aus.

Da der südafrikanische Rand mit durchschnittlich über 70 Prozent das dominierende Zahlungsmittel in diesen Ländern ist, verzichten die Partner auf eigene Geldschöpfungsgewinne.

Die jährliche Kompensation basiert auf zwei Faktoren: dem geschätzten Rand-Umlauf und zwei Dritteln der Rendite zehnjähriger südafrikanischer Staatsanleihen.

Nach einem Höchststand von 1,4 Milliarden Rand im Fiskaljahr 2023/24 sanken die Zahlungen 2025/26 auf 1,1 Milliarden Rand.

Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von minus 12,5 Prozent, nachdem 2020/21 noch ein Plus von 21,1 Prozent verzeichnet worden war.

Schätzformeln statt direkter Zählung

Weil der tatsächliche Rand-Umlauf in den Partnerstaaten nicht direkt messbar ist, greift Artikel 8 des MMA auf eine Modellrechnung zurück: Das Bargeldwachstum der Partner wird um ein Fünftel höher angesetzt als in Südafrika.

Ein Anstieg um 10,0 Prozent in Südafrika impliziert rechnerisch ein Plus von 12,0 Prozent bei den Nachbarn.

Während die Zinsspitzen 2022 und 2023 die Transfers trieben, dämpfte das nach der Pandemie erlahmte Geldmengenwachstum die Zahlungen: Südafrikas Bargeldzuwachs sank von rund 7,5 Prozent auf 1,1 Prozent im Fiskaljahr 2025/26.

Pragmatischer Klebstoff für die Währungsunion

Der Transfermechanismus zeigt, wie pragmatische Kompensationen regionale Währungszonen stabilisieren können.

Durch die Koppelung an Anleiherenditen tragen die Nachbarstaaten jedoch unverschuldet südafrikanische Risikoprämien mit.

Für die Stabilität der Währungsunion bleibt das Modell dennoch unverzichtbar.

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