3-Prozent-Inflationsziel hält Standard-Schocks stand
SARB Studie

3-Prozent-Inflationsziel hält Standard-Schocks stand

Eine Untersuchung von SARB-Ökonomen belegt die Stabilität eines Inflationsziels von 3,0 Prozent. Bei standardisierten Schocks weicht die Teuerung zu 78 Prozent um maximal einen Prozentpunkt vom Zielwert ab.

Simulationen mit 100.000 Durchläufen

Die Ökonomen der South African Reserve Bank (SARB) testeten das neue Drei-Prozent-Ziel anhand von 100.000 Modellsimulationen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Teuerung in einer Spanne zwischen 2,0 und 4,0 Prozent bewegt, liegt bei 78 Prozent.

Einzelne Schocks im Umfang einer Standardabweichung – wie ein Rand-Verlust von 8,84 Prozent oder ein Ölpreisanstieg von 39,94 Prozent – verändern die Jahresinflation im ersten Jahr um weniger als einen Prozentpunkt.

Selbst bei einer Überlagerung von Schocks beträgt die gewichtete Wahrscheinlichkeit für eine Teuerung zwischen 2,0 und 4,0 Prozent noch 62 Prozent.

Der Gouverneur betonte: „Wir werden bei künftigen Sitzungen Prognosen mit einem Drei-Prozent-Anker nutzen.“

Glaubwürdigkeit dämpft die Volatilität

Seit Einführung des Inflationsziels von 3 bis 6 Prozent im Jahr 2000 ging die durchschnittliche Teuerung von 10,1 Prozent in den 1990er Jahren auf zuletzt 4,7 Prozent zurück.

Gleichzeitig sank die Standardabweichung von 3,6 auf 1,29 Prozentpunkte.

Mit der Festlegung auf die Zielmitte von 4,5 Prozent im Jahr 2017 verankerten sich die Inflationserwartungen zunehmend vorausschauend.

Dieser Glaubwürdigkeitsgewinn verringert das Risiko von Zweitrundeneffekten bei externen Preisschocks.

Solides Fundament für den Zielsprung

Die Berechnungen entkräften zentrale Zweifel an der Machbarkeit des Drei-Prozent-Ziels.

Das niedrigere Inflationsziel erweist sich als robust gegenüber typischen Marktturbulenzen.

Für die Praxis belegt die Analyse, dass ein ambitionierterer Zielwert Stabilität schafft statt Risiken zu erhöhen.

Quelle: Stress testing the 3% inflation target

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