Leitzins bleibt unverändert bei 0,0 Prozent
Leitzins bei 0,0 Prozent bestätigt: Die Schweizerische Nationalbank belässt ihre Zinsen unverändert und hält an möglichen Interventionen am Devisenmarkt fest. Die Notenbank begründet den Schritt am 24. September 2026 mit einer temporär energiegetriebenen Inflation.
Konstante Zinsen und teureres Erdöl
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins unverändert bei 0,0 Prozent.
Sichtguthaben der Banken werden bis zu einer Limite zum Leitzins verzinst, darüber gilt weiter ein Zinsabschlag von 0,25 Prozentpunkten.
Zudem bleibt die Notenbank bereit, am Devisenmarkt aktiv zu werden.
Die Inflation kletterte von 0,6 Prozent im Mai auf 0,8 Prozent im August 2026, getrieben durch höhere Energiepreise.
Damit lag die Warenteuerung erstmals seit Mai 2024 wieder im Plus.
Die bedingte Inflationsprognose beruht auf der Annahme eines Leitzinses von 0,0 Prozent über den gesamten Horizont: Die SNB rechnet für 2026 mit einer Teuerung von 0,7 Prozent sowie jeweils 0,8 Prozent für 2027 und 2028.
Pharma-Schub überdeckt globale Risiken
Das Schweizer Bruttoinlandprodukt wuchs im zweiten Quartal 2026 kräftig, angetrieben von der chemisch-pharmazeutischen Industrie.
Die SNB prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 ein reales BIP-Wachstum zwischen 1,5 und 2,0 Prozent, gefolgt von rund 1,5 Prozent im Jahr 2027.
Während Leitzinserhöhungen im Euroraum und in den USA sowie eine Frankenabwertung die Rahmenbedingungen prägen, belasten geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Risiken im Welthandel den Ausblick.
Ruhepol im Zinsumfeld
Die Schweizerische Nationalbank demonstriert Gelassenheit gegenüber den Zinsschritten im Ausland.
Mit einer Teuerungsprognose von unter einem Prozent kann sich die SNB die Nullzinspolitik weiterhin leisten.
Das größte Risiko bleibt jedoch eine importierte Inflation durch die anhaltende Frankenschwäche.