Frankenpapiere stellen 90 Prozent der Schweizer Repo-Sicherheiten
90 Prozent der Sicherheiten im Schweizer Interbanken-Repomarkt lauten auf Franken. Damien Klossner, Igor Mlikota und Sabrina Stadelmann zeigen für die Schweizerische Nationalbank (SNB), dass vier Emittenten 62 Prozent stellen.
Wenige Emittenten, hohe Bonität
Pfandbriefzentrale und Pfandbriefbank stellen zusammen 45 Prozent der Sicherheiten, die Eidgenossenschaft 12, die SNB 4 Prozent.
Kantone liefern 9 Prozent, weitere 432 Emittenten 29 Prozent.
AAA-Papiere machen 71 Prozent aus, AA1 bis AA3 weitere 19 Prozent; 5 Prozent haben Ratings von A oder tiefer, 5 Prozent kein Rating.
Letztere sind überwiegend SNB-Schuldverschreibungen.
Restlaufzeiten über einem Jahr stellen 85 Prozent, über fünf Jahren 44 und über zehn Jahren 12 Prozent.
Die Repos selbst laufen zu 87 Prozent höchstens einen Monat; ein Drittel des ausstehenden Volumens entfällt auf Eintagesgeschäfte.
Bei 79 Prozent lauten Geld und Sicherheiten auf Franken.
Währungsübergreifende Repos stellen 20 Prozent.
Andere Sicherheitenwährungen sind vor allem Euro, dänische Kronen und US-Dollar.
Breiter Korb, selektive Nutzung
Die Daten umfassen 416.783 Geschäfte mit 3.934 Wertpapieren auf der SIX-Plattform CO:RE von Juni 2020 bis Juni 2026.
Die Ergebnisse betreffen Januar 2021 bis Juni 2026; Innertages-, konzerninterne und SNB-Geschäfte sind ausgeschlossen.
Rund 89 Prozent des ausstehenden Repo-Volumens nutzen den SNB-Sicherheitenkorb.
Von dessen Papieren kommen täglich 20 Prozent, wöchentlich 27, monatlich 33 und jährlich 40 Prozent zum Einsatz.
Bei Frankenpapieren sind es 60, 73, 82 und 84 Prozent.
Der Korb umfasst über 3.000 Titel mit rund 10 Billionen Franken Emissionsvolumen.
Bonität begrenzt Konzentrationsrisiken
Laut den Autoren gleicht die hohe Bonität der zentralen Emittenten das Konzentrationsrisiko aus.
Lange Laufzeiten und Fremdwährungen bleiben Quellen von Zins- und Wechselkursrisiken.
Der breite, bonitätsstrenge Sicherheitenrahmen begrenzt ihrer Einschätzung nach Risikoprämien und stützt die geldpolitische Übertragung.