Keine Kapitallücken bei LBS Süd und Wüstenrot nach EZB-Prüfung
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Keine Kapitallücken bei LBS Süd und Wüstenrot nach EZB-Prüfung

Die EZB hat die Ergebnisse ihrer Asset Quality Reviews (AQRs) für LBS Süd und Wüstenrot veröffentlicht. Obwohl die Kapitalquoten sanken, wurden keine Kapitallücken festgestellt.

Kapitalquoten sinken, doch keine Lücken

Die Asset Quality Reviews der EZB zeigten eine Reduktion der Common Equity Tier 1 (CET1) Kapitalquote um 137 Basispunkte für LBS Süd und um 98 Basispunkte für Wüstenrot.

Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich daraus, dass die Banken das Kreditrisiko erst bei Kreditvergabe erfassten, obwohl es bereits bei der Berechtigung eines Kunden für einen „Bauspar“-Vertrag entsteht.

Dies führte zu einer Minderung von 109 Basispunkten für LBS Süd und 64 Basispunkten für Wüstenrot.

Trotz dieser Anpassungen unterschreiten die AQR-bereinigten CET1-Quoten der Banken ihre Kapitalanforderungen nicht.

Für LBS Süd liegt die bereinigte Quote bei 16,06 Prozent, für Wüstenrot bei 16,71 Prozent.

Somit wurde bei keiner der beiden Bausparkassen eine Kapitallücke festgestellt.

Prüfung als Teil der laufenden Aufsicht

Die EZB stufte LBS Süd und Wüstenrot als signifikante Institute ein, da ihre Bilanzsummen die Schwelle von 30 Milliarden Euro überschritten.

Wüstenrot wird seit Januar 2024, LBS Süd seit Januar 2025 direkt von der EZB beaufsichtigt.

AQRs überprüfen die Vermögensbewertung von Banken aus aufsichtsrechtlicher Sicht, erhöhen die Transparenz ihrer Risikopositionen und beurteilen die Angemessenheit ihrer Kapitalausstattung.

Die Ergebnisse dieser Prüfungen fließen in die laufende Aufsicht ein und bilden die Grundlage für künftige aufsichtsrechtliche Maßnahmen zur Behebung identifizierter Schwachstellen.

Auch im Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) werden die Ergebnisse berücksichtigt.