SSM-Leitfaden zur Wesentlichkeitsprüfung von IMM-Modelländerungen
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SSM-Leitfaden zur We­sent­lich­keits­prü­fung von IMM-Modelländerungen

Die EZB-Bankenaufsicht (SSM) veröffentlicht einen Leitfaden zur Wesentlichkeitsprüfung von Änderungen an internen Modellen (IMM). Dieser klärt, wann Banken bei Modellanpassungen eine Genehmigung benötigen.

Lücke im CRR-Regelwerk geschlossen

Die Kapitaladäquanzverordnung (CRR) schreibt vor, dass wesentliche Änderungen an internen Modellen für Kredit-, operationelle und Marktrisiken von der zuständigen Behörde genehmigt werden müssen.

Für den Internal Ratings Based (IRB) Ansatz existieren bereits regulatorische technische Standards (RTS) zur Wesentlichkeitsprüfung.

Für die Interne Modellmethode (IMM) im Bereich des Gegenparteiausfallrisikos (CCR) fehlt eine solche spezifische RTS-Vorgabe im aktuellen CRR-Text.

Die EZB-Bankenaufsicht (SSM) schließt diese Lücke nun mit dem "ECB Guide on materiality assessment (EGMA)".

Dieser Leitfaden soll beaufsichtigten Instituten Hilfestellung bei der Selbsteinschätzung der Wesentlichkeit von Änderungen und Erweiterungen ihrer IMM-Modelle geben.

Er legt dar, wie die EZB den bestehenden Rechtsrahmen interpretiert, ist jedoch nicht rechtlich bindend.

Der EGMA ist als integriertes Dokument zu verstehen und soll in seiner Gesamtheit angewendet werden, um die Kohärenz des Bewertungsprozesses zu gewährleisten.

Zwei Teile, ein Ziel: Konsistenz

Der EGMA stützt sich auf den geltenden Rechtsrahmen, insbesondere auf die CRR (Artikel 162(2)(i)) und die Delegierte Verordnung (EU) Nr. 529/2014 (RTS on IRB).

Er ist in zwei Hauptteile gegliedert: einen allgemeinen und einen IMM-spezifischen Teil.

Der allgemeine Teil (Abschnitte 1, 2, 3 und 6) definiert den Anwendungsbereich und die Struktur, die sich an der RTS on IRB orientiert, um Konsistenz zu gewährleisten.

Der IMM-spezifische Teil (Abschnitte 4, 5 und der Anhang) behandelt alle IMM-Erweiterungen und -Änderungen und basiert ebenfalls auf der Struktur der RTS on IRB.

Dies ermöglicht eine kohärente Anwendung der Wesentlichkeitsprüfung über verschiedene Risikokategorien hinweg, auch wenn für IMM keine eigene RTS existiert.

Notwendige Klarheit, flexible Anwendung

Der EGMA schließt eine Lücke im CRR-Regelwerk und bietet Banken dringend benötigte Orientierung für die Wesentlichkeitsprüfung von IMM-Modellen.

Obwohl nicht rechtsverbindlich, setzt der Leitfaden klare Erwartungen an die Institute und fördert eine konsistente Aufsichtspraxis.

Die Aktualisierung durch Streichung von A-CVA-Referenzen unterstreicht zudem die Anpassungsfähigkeit der Aufsicht an neue regulatorische Standards.

Quelle: ECB Guide on materiality assessment (EGMA)

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